Die Vorbereitungen laufen, aber der Saisonbeginn ist ungewiss

Freibad in Babenhausen öffnet wohl später

Wasser marsch! Dennis Scheuermann und Martin Batt (rechts) vom Bäderservice Kahl befüllen das große Becken des Babenhäuser Freibads.
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Wasser marsch! Dennis Scheuermann und Martin Batt (rechts) vom Bäderservice Kahl befüllen das große Becken des Babenhäuser Freibads.

Langsam ergießt sich Wasser durch einen dicken Schlauch in das 50-Meter-Becken des Babenhäuser Freibads. 1,6 Millionen Liter werden es am Ende sein – dann ist das Schwimmerbecken voll. Was fehlt, sind die Badegäste. Noch ist unklar, wann Babenhausens populärste Freizeiteinrichtung geöffnet werden kann. „Den geplanten Termin am 9. Mai (Muttertag) werden wir wohl nicht halten können“, schätzt Bürgermeister Dominik Stadler die aktuelle Situation ein – denn die Infektionslage rund um Covid-19 bleibt wie im Vorjahr die Schlüsselgröße für das öffentliche Leben.

Babenhausen - Auch Schwimmbadtreiberin Dalila Kahl wartet auf das Signal aus Bundes- und Landespolitik. Es wird die zweite Badesaison, die unter einem pandemiebedingten Hygienekonzept bewältigt werden muss.

Im Vorjahr hatten Betreiberin, Badegäste, Schwimmvereine und der Förderverein viel Geduld aufbringen müssen. Erst am 15. Juni gab es das „go“ aus der hessischen Landespolitik und im Juli konnte das Freibad tatsächlich geöffnet werden.

Babenhausen: Im Schwimmbad gibt es viel zu tun

Die Mitarbeiter des Bäderservice Kahl, der das Babenhäuser Freibad bereits in der 29. Saison betreibt, sind mit vielen Vorbereitungen beschäftigt. Sie machen sauber, mähen die Liegewiese, füllen die Becken, zupfen Unkraut und pflegen die Rabatten.

Am Kinderplanschbecken entfernt und erneuert ein Fachunternehmen kaputte Fliesen. Schon 2018 gab es grünes Licht aus der Politik, das Planschbecken instandzusetzen – bisher wurde die Maßnahme nicht angepackt und eine jährliche Reparatur muss es daher tun. So kommt es, dass der Boden des Beckens ein buntes Patchworkmuster unterschiedlicher Fliesen aufweist. Doch das dürfte Nebensache sein beim Hunger nach dem ausgelassenen Badevergnügen. 34 000 Liter fasst das Planschbecken, in dem die jüngsten Badegäste herumtollen – wenn, ja wenn es dann losgehen kann.

Das Hygienekonzept aus dem Jahr 2020 „soll zum Großteil übernommen werden“, berichtet der Bürgermeister. Drei-Stunden-Zeitslots für eine begrenzte Zahl an Badegästen – das habe sich sehr gut bewährt. Die Badegäste mussten ihre Tickets im Buchungsportal erwerben, aber auch für Besucher ohne Internetzugang wurden Lösungen angeboten. Zusätzlich soll es diesmal möglich sein, statt Einzeltickets Saisonkarten zu erwerben. „Das macht den Prozess etwas einfacher“, meint Stadler.

Erfahrungen aus der ersten Corona-Saison

Es wird Einschnitte geben: Sprungturm und Wasserrutsche waren im Vorjahr zu, ebenso die Gastronomie. Der Förderverein sprang in die Bresche, um hungrige Badegäste zu bewirten und gab Kaffee und Kuchen aus, erinnern sich Dennis Scheuermann und Martin Batt. Die Mitarbeiter aus dem Team des Bäderservice Kahl haben viel Erfahrung in der Corona-Saison 2020 gesammelt. „Wir haben mit 140 Personen angefangen“, erklären sie. Nach einigen Wochen wurde die Zahl der Gäste pro Zeitfenster auf 250 hochgefahren.

Obwohl die Anzahl der Tagesgäste nur einen Bruchteil derer ausmacht, die an „normalen“ Sommertagen das populäre Bad besuchen, wird die Arbeit nicht weniger – im Gegenteil. Dalila Kahl, die neben Babenhausen auch in Dreieich, Großostheim und Mühlheim die Einrichtungen betreibt oder Personal stellt, berichtet von deutlicher Mehrarbeit. Das, so die Fachfrau, sei vor allem den zusätzlichen Reinigungsarbeiten geschuldet, die zwischen den Badeslots stattfinden – eine Sicherheitsmaßnahme gegen Coronaviren. Trotzdem hofft sie auf eine rasche Öffnung der Freibadsaison. „Die Leute müssen mal wieder raus“, sagt Dalila Kahl und ergänzt: „Ich sehne mich nach den Badegästen.“  (zah)

Am Boden des Planschbeckens werden kaputte Fliesen ausgetauscht. Wann die Badesaison beginnt, ist zwar noch unklar, doch das Freibad wird fit gemacht.

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