„Fremdsprachen machen Spaß“

Schüler mit ihren Sprachdiplomen und den Französischlehrern Joachim Reiter (2. von links) und Jonas Reinert (rechts).

Babenhausen - Stolz nahmen die Schüler in einer Pause in der Bachgauschule ihre Diplome für erfolgreich abgelegte Französisch-Sprachprüfungen entgegen. Sie hatten im letzten Schuljahr an den Prüfungen für Delf Scolaire teilgenommen.

Insgesamt hatten sich 20 Schüler an den Sprachprüfungen beteiligt. Mehrere Absolventen haben jedoch bereits Abitur gemacht und die Schule verlassen. Sie können sich über Post von der Schule freuen. Andere waren verhindert und werden ihre Diplome später erhalten. So bleiben neun übrig, die ihre Zertifikate überreicht bekamen.

Delf steht für Diplôme d‘études en langue française. Die Prüfungen richten sich nach einem gemeinsamen europäischen Referenzrahmen und sind daher international anerkannt. In verschiedenen Niveaustufen werden Hör- und Leseverstehen, Schreiben und Sprechen getestet. Für die Bachgauschüler bedeutete dies, zunächst an der Schule eine schriftliche Prüfung zu schreiben. Für die mündlichen Prüfungen fuhren sie nach Mainz zum Institut Français. Auf die Prüfungen hatten sich die Bachgauschüler in einer freiwilligen Arbeitsgemeinschaft vorbereitet.

Wer an einer allgemein bildenden Schule wie der Bachgauschule das Abitur ablegen will, muss Kenntnisse in zwei Fremdsprachen vorweisen. Allerdings ist es nicht notwendig, mit Kenntnissen in einer zweiten Fremdsprache an die Bachgauschule zu kommen. „Wir richten jedes Jahr mindestens einen Französisch-Anfängerkurs ein“, beschreibt Jonas Reinert, Sprecher für das Fach Französisch, die Situation an der gymnasialen Oberstufe. In diesem Jahr haben zum ersten Mal Französisch-Anfänger ihre Sprachprüfungen abgelegt, und das gleich auf dem A2-Niveau. „Sie bestätigen damit, dass auch in kurzer Zeit beachtliche Kenntnisse erworben werden können“, zeigt sich Joachim Reiter, ebenfalls Französischlehrer, erfreut über den Erfolg der Sprachanfänger. Das höchste Niveau, das an einer Schule erreicht werden kann, ist B2. Der letztjährigen Abiturientin Christin Becker kann zu diesem Erfolg gratuliert werden. Mit diesem Nachweis könnte sie an einer französischen Universität studieren ohne eine weitere Sprachprüfung ablegen zu müssen.

13 Schüler der Qualifikationsphase 1 (früher 12. Klasse) und ein Schüler der Einführungsphase (11. Klasse) haben die Sprachprüfung auf dem B1-Niveau abgelegt. Dabei war Frederica Brinkmann besonders erfolgreich. Sie erreichte 99 von 100 möglichen Punkten. „Mir machen Fremdsprachen einfach Spaß“, erklärt sie und berichtet dann noch, dass sie Sprachprüfungen auch in Englisch ablegen will: „Ich möchte Germanistik studieren. Mit diesen Diplomen kann ich die notwendigen Fremdsprachenkenntnisse nachweisen.“

Zusammen mit anderen Mitschülern will Frederica das „Cambridge Certificate in Advanced English“ ablegen. Dieses auch CAE genannte Zertifikat dient vielen Hochschulen in Großbritannien und im englischsprachigen Raum als sprachliche Eingangsvoraussetzung für ein Studium in englischer Sprache. „Dies ist das erste Mal, dass Bachgauschüler Prüfungen für das Cambridge Certificate ablegen“, berichtet Claudia Matthias, an der Schule zuständig für die Englisch-Prüfungen, erfreut über das Engagement in Sachen Sprachen. Ebenso wie ihre Französisch-Kollegen erhofft sie sich weiteren Zuwachs in den vorbereitenden Arbeitsgemeinschaften.

Das Angebot, außerhalb des Unterrichts und der Schulzeugnisse Kenntnisse in Fremdsprachen nachweisen zu können, ist ein wichtiger Aspekt des Profils der Oberstufe. Der kulturelle Schwerpunkt umfasst viele Teilbereiche und ermöglicht den Schülern, sich in einer globalisierten Welt leichter zurechtzufinden. 

st

Quelle: op-online.de

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