Stangengemüse für guten Zweck

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Da hatten viele Helferlein einiges zu tun: Jede Menge Spargel galt es im Vorfeld zu schälen.

Sickenhofen - Es ist ein Wunsch der Sickenhöfer, dass aus der alten Schule ein Dorfgemeinschaftshaus wird. Für die Innensanierung liegt eine Schätzung vor, die von 300.000 Euro ausgeht, Zahlen für die Außensanierung gibt es bislang noch nicht. Von Petra Grimm

Die Regie in der Küche hatte in diesem Jahr Ernst Mosen übernommen. Der Sickenhöfer ist gelernter Koch und sorgte professionell für volle Teller beim 18. Sickenhöfer Spargelfest, zu dem der Freundeskreis der CDU am Samstag wieder vor die Friedel-Wiesinger-Halle eingeladen hatte. „Er hat bereits heute Morgen in der Küche angefangen und arbeitet am liebsten allein“, sagte Ortsvorsteher Friedel Sahm vom Organisatorenteam, dankbar für die zahlreichen freiwilligen Helfer, die sogar aus anderen Ortsteilen kamen, um Bier zu zapfen, Bratwürste auf dem Grill zu wenden oder sich auf andere Weise nützlich zu machen.

Erlös fließt in Renovierung der alten Schule

Denn es ging auch bei diesem Spargelfest wieder um eine gute Sache. Der Erlös fließt in die Renovierung der alten Schule, aus der die Sickenhöfer gerne ein Dorfgemeinschaftshaus machen würden. „Ein Treffpunkt für alle Generationen und die Vereine. Die Kulturhalle erfüllt nicht den gleichen Zweck“, sagte Sahm. Derzeit überprüfe die Stadt die Kosten, die durch die Sanierung entstehen. Der Ortsbeirat hat von der Sickenhöfer Architektin Ulrike Kaeppel bereits eine mit dem Denkmalschutz abgestimmte Lösung für den Innenausbau vorliegen, die von rund 300.000 Euro ausgeht. „Was die Außensanierung kosten würde, wissen wir nicht. Das müssen Spezialisten machen“, sagte Sahm, der zuversichtlich ist, dass der Wunsch der Sickenhöfer in Erfüllung geht. Und so schlemmten die zahlreichen Gäste auch für den guten Zweck. Stangenspargel mit Schnitzel, Spargelsalat und Spargelsuppe, außerdem Gegrilltes sorgten für Genuss. Eine beachtliche Kuchentheke lockte mit allerhand süßen Kalorienbomben. Für Weintrinker war ein Stand mit Großostheimer Rebensaft aufgebaut.

Schminken und Hüpfburg für die Kleinen

Am Donnerstag bereits hatte eine Frauengruppe einen Zentner Spargel für den Salat geschält und geschnippelt. Die älteste Helferin, die im Hof der Familie Hartenstein gekonnt ihr Schälmesser über das Stangengemüse gleiten ließ, war die 87-jährige Doris Otto. Am Samstag wurde dann ganz frisch noch ein weiterer Zentner bereits geschälter Spargel für den Stangenspargel angeliefert. Das königliche Gemüse wurde wie im vergangenen Jahr vom Spargelbauer Jürgen Mahr großzügig gespendet, der die Veranstaltung auch auf andere Weise unterstützt. „Zum Fest lädt er seine 25 Erntehelferinnen immer ein. Das ist dann wie ein kleines Betriebsfest“, erzählte Sahm. Die kleinen Gäste vergnügten sich auf der Hüpfburg und Insa Mosen lud sie ein, sich schminken zu lassen.

Quelle: op-online.de

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