Friedel Grimm erhebt Stimme seit 60 Jahren

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Sie gehören zum Stolz des „Liederkranzes“ Hergershausen: Anneliese Heltzel und Friedel Grimm sind seit 25 beziehungsweise 60 Jahren aktive Mitglieder. Vorsitzender Manfred van Bürk (links) und seine Stellvertreterin Christel Kirchhöfer bedankten sich für diese Treue.

Hergershausen (mj) ‐ „Mich muss man auf dem Bild nicht sehen. Es reicht eigentlich immer, wenn man mich hört“, ruft Manfred van Bürk, der Vorsitzende des Gesangvereins „Liederkranz“ 1891 Hergershausen, als er für das Gruppenfoto mit den langjährigen Mitgliedern etwas verdeckt und damit für den Fotografen nur unzureichend zu sehen ist.

Damit hatte der passionierte Sänger nicht unrecht, denn seine Stimme gehört seit Jahren zur tragenden Säule des Chors. Seine Weihnachtsfeier setzte der Traditionsverein diese Woche im Bürgerhaus nur wenige Tage vor dem Heiligen Abend an. So konnte die vorweihnachtliche Stimmung mit Blick auf das nahe Fest kaum besser sein. Da auch schon die Schulferien begonnen haben, brauchte zudem keiner früher nach Hause, weil am nächsten Morgen Kinder geweckt werden müssen oder deren Transport in die Schule ansteht.

Natürlich ging die Weihnachtsfeier zu Beginn durch den Magen: Der Wirt des Bürgerhauses hatte ein Buffet mit Schnitzel und einer Nudelpfanne angerichtet. Eine gute Stärkung war schon deshalb nötig, weil die Sänger die Gelegenheit natürlich nicht ungenutzt lassen wollten, ihren Lebenspartnern, Familienangehörigen und Freunden ein besinnlich-frohes Ständchen zu bringen. Alle drei Chöre des Vereins und damit die Männer, die Frauen und auch die „Jungen Töne“ formierten sich zu einem Auftritt. Die „Jungen Töne“ verfügen derzeit über rund 30 Sänger. Mit ihrer begeisternden, da modernen und beschwingten Chorliteratur konnten sie kürzlich als ehemaliger Projektchor ihren ersten Geburtstag feiern.

Dass es bei der Vielzahl von Aktivitäten und Singstunden viel zu erzählen gibt, versteht sich von selbst: So hatten Marina Dörlam, Michael Lemke und Christel Kirchhöfer einen heiteren Jahresrückblick parat. Den untermalten sie zusätzlich als Engel in weißen Gewändern und in Mundart verpackt. Heiter ging es auch beim Sketch mit Manfred van Bürk und Maria Tempel zu, bei dem drei Brötchen für ein klein wenig Tohuwabohu sorgten. Besinnlich wurde es beim Auftritt von Inka Nowak, die ein Gedicht vorbereitet hatte.

Getreu dem althergebrachten Sängermotto „Böse Menschen haben keine Lieder“ ging es auf der Weihnachtsfeier vorwiegend heiter zu. Dafür sorgte auch Helga Klump mit ihrem Weihnachtsreim, für den aber ein paar kleine Englisch-Kenntnisse notwendig waren. Wer die hatte, konnte über das „Denglisch“ an mehreren Stellen herzhaft schmunzeln. Während die vorgetragenen Geschehnisse am Anfang noch heiter waren („Papa gets a Schlips and Socken, Everybody does frohlocken“) sorgt der brennende Weihnachtsbraten im Backofen dann noch für ein hektisches Fest (All around is Harmonie, bis mother in the kitchen runs, im Ofen burns the Weihnachtsgans“).

In die Weihnachtsfeier integrierte der „Liederkranz“ auch seine Ehrungen. Die meisten Hände galt es dabei für den Vorsitzenden Manfred van Bürk und seine Stellvertreterin Christel Kirchhöfer bei den passiven Mitgliedern zu schütteln: Hier fördern Peter Schlegel, Horst Grimm, Otwald List, Hedwig Reitz, Helmut Meixner, Georg Herget, Hans Thomas, Heinz Knispel, Werner Rickert, Wilhelm Schroth, Philipp Funck, Walter Berz, und Margarete Reitz seit Jahren den Verein. Bei den aktiven Sängern ging der Dank an Anneliese Heltzel (25 Jahre) und Friedel Grimm, der seit sage und schreibe 60 Jahren die Stimme für den „Liederkranz“ erhebt.

Quelle: op-online.de

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