Frisches Holz für alte Glocke

Friedhofsmauer soll noch im Laufe des Jahres saniert werden

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Die Friedhofsmauer ist zurzeit alles andere als standfest . Holzpfeiler geben ihr noch Halt, bis sie saniert wird. Bereits mit neuem Gebälk versehen ist die Totenglocke. 

Sickenhofen - Die Glocke auf dem Sickenhöfer Friedhof hat diesen Monat ein neues Gebälk erhalten. Nun muss die Friedhofsmauer instand gebracht werden. Denn es drohen Steine auf Passanten herabzufallen. Die Sanierung soll noch in diesem Jahr erfolgen. Von Walter Kutscher

Das Holz des Glockenturms auf dem Sickenhöfer Friedhof hatte in den vergangenen 30 Jahren dem Wind und Wetter getrotzt. Doch inzwischen konnten auch Reparaturen die Standfestigkeit des Gebälks nicht mehr gewährleisten. So wurden die beim Bauhof gefertigten einzelnen Balken Mitte Juli am Friedhof zu einem neuen Gerüst zusammengebaut.
Seit dem Jahr 1986 hängt die Totenglocke vor der Einsegnungshalle des Friedhofes. Diese Glocke stammt aus dem Jahr 1871 und versah ihren Dienst viele Jahre in einer Schule. Danach stand sie lange Zeit unbeachtet im Keller der Schule bis Anfang 1980 einige Sickenhöfer Bürger die Idee hatten, die Glocke am Friedhof zu installieren. Danach dauerte es noch einige Zeit bis der hölzerne Turm errichtet wurde und die Glocke schließlich am 24. August 1986 bei einer ökumenischen Feier eingeweiht wurde. Eine Metalltafel mit der Inschrift „Ab dem Jahre 1871 war ich Schulglocke – seit 1986 läute ich unseren Toten auf ihrem letzten Weg“ ziert das Gebälk.

Auch die Holzbalken, die seit Ende 2015 die Friedhofsmauer stützen, sollen noch in diesem Jahr, nach der Sanierung, wieder entfernt werden. Die Erneuerung betrifft den 1999 erbauten Teil der Mauer. Christian Heinemann, Fachbereichsleiter für das Bauwesen der Stadt Babenhausen, berichtet, dass für diese Maßnahme zurzeit Angebote eingeholt werden, damit die schadhaften Stellen repariert werden können. Die Gründe für die Instandsetzung seien Schwachstellen im Verbund zwischen der Mauer und den Pfeilern, die ungefähr im Abstand von drei Metern das Bauwerk stützen, teilte Clemes Kiefer vom Bauamt bereits Anfang des vergangenen Jahres mit. Auch die Verbindung zwischen den Steinen und dem Fundament sei an manchen Stellen brüchig.

Bilder vom Kirchenfest in Babenhausen

Bereits im vergangenen Jahr stand die Erneuerung der Friedhofsmauer zur Diskussion, aber durch die verhängt Haushaltssperre konnte sie noch nicht saniert werden. Mit dem nun genehmigten Haushalt sieht die Situation anders aus.

Wie der Sickenhöfer Ortsvorsteher Friedel Sahm berichtet, wurde für die Renovierungsarbeiten der Ortsbeirat in die Planungen mit einbezogen. Sahm erklärt weiter, dass auch Friedhöfe anderer Stadtteile reparaturbedürftig seien, aber in Sickenhofen bestünde für Passanten die Gefahr durch herabfallende Steine. Daher müsse hier dringend gehandelt werden.

Quelle: op-online.de

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