Froschkönig auf dem Pferd

+
Die jüngsten Voltigierer bedankten sich artig für den Applaus nach ihrer Vorführung beim Weihnachtsreiten des Reit- und Fahrvereins.

Babenhausen (mj) ‐ Das Weihnachtsreiten im vergangenen Jahr beim Babenhäuser Reit- und Fahrverein ist vielen noch in Erinnerung. Vor allem der Auftritt einer jungen Gruppe von Reiterinnen, die mit Engelsflügeln in die Halle kamen:

Als sie sich mit ihren Vierbeinern über die Hindernisse machten, vermittelten die Flügel etwas von seltener Leichtgängigkeit. Fast sah es aus, als würden einige die Hindernisse im Flug nehmen.

Auch in diesem Jahr hatten sich die Organisatoren wieder ein Programm mit über zehn Punkten einfallen lassen. In der Gaststätte mussten sich jEltern und Großeltern schon früh ansagen, wollten sie einen Tisch direkt am Fenster bekommen, wo sich das Geschehen in der Reithalle am besten beobachten lässt.

Den Anfang machten die Jüngsten, die Voltigierer, die sich als kleine Weihnachtsmänner verkleidet hatten. Mit jeder Runde, die das Pferd an der Longe zurücklegte, wurde die Schwierigkeit der Übungen auf dem Rücken des Pferdes gesteigert. Die etwas älteren Voltigierer dehnten im vierten Programmpunkt die möglichen Figuren noch weiter aus. Als Vampire verkleidet belegten sie optisch, dass bei einer Weihnachtsfeier nicht nur Nikoläuse unterwegs sein müssen. Die jungen Springreiter saßen gar als Froschkönige und -königinnen im Sattel.

Gewissenhafte Planung für das Weihnachtsreiten

Interessant war der neunte Programmpunkt: Unter dem Titel „Cavaletti“ wurde die Arbeit mit den Schulpferden vorgestellt beziehungsweise wie diese gymnastiziert werden. Da die Schulpferde beim Weihnachtsreiten besonders häufig gefordert sind, hatte eine Gruppe eine besondere Idee: Um die Vierbeiner zu entlasten, führten sie einen Tanz auf. Titel: „Hauptsache Spaß, nicht nur beim Reiten.“ Insgesamt nahmen rund 60 Kinder und Jugendliche am Weihnachtsreiten teil, darunter auch die Schul-AG und die Mitglieder des therapeutischen Reitens. Für das Weihnachtsreiten waren vier der insgesamt fünf Schulpferde des Reit- und Fahrvereins im Einsatz.

Wie Trainerin Christine Steckenreiter erzählt, plane man das Weihnachtsreiten gewissenhaft. Meist gebe es schon im Herbst eine Sitzung, wo die einzelnen Gruppen ihre Ideen und ein Motto einbringen. „Ich habe Kinder von acht bis 15 Jahren. Denen bringe ich jetzt so langsam das Springen bei“, erzählt Steckenreiter über ihr derzeitiges Training.

Den Leistungsstand ihrer Schützlinge ließ sie auch in das diesjährige Weihnachtsreiten einfließen. Wie sie sagte, lege man zu Beginn die Hindernisse auf eine ganz geringe Höhe, so dass die Pferde diese noch im Trab meistern könnten. Der Sprungansatz des Pferdes sei für den Reiter im Sattel aber schon deutlich spürbar. „So wächst bei den jungen Reitern langsam das Gespür für den Sprung“, weiß die Expertin. Mit ihren Froschkönigen und –königinnen kreierte Steckenreiter eine der buntesten Nummern des Tages. An zwei Samstagen wurden die Kostüme vorbereitet, dazu die Krone und auch die Augen selbst gebastelt. Das Programm studierte die Gruppe sechs Wochen lang ein. Der Lohn der Mühe kündigte sich am Ende des Weihnachtsreitens an, als der Nikolaus traditionell mit einer Kutsche einfuhr und alle Kinder und Jugendlichen mit einem Geschenk belohnte.

Quelle: op-online.de

Kommentare