Frühling im Rathaus

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Heide Jakob (links) erklärt den Besuchern der Vernissage eines ihrer Werke.

Babenhausen ‐ Nicht nur der Eisregen am Wochenende hat es gezeigt: Der Winter meint es in diesem Jahr besonders gut. Viele Menschen sehnen sich nach der Wärme. Im Touristenbüro und im Rathaus ist der Frühling bereits am Donnerstagabend eingezogen. Von Michael Just

„Vorfreude auf den Frühling“ heißt die erste Ausstellung des neuen Jahres mit Werken der Sickenhöfer Malerin Heide Jakob. Die Künstlerin zeigt eine Vielzahl von großformatigen Blumenbildern in Öl. Bürgermeisterin Gabi Coutandin eröffnete die Ausstellung, die den künstlerischen Auftakt für 2010 darstellt. Die Ergebnisse von Jakob würden über technische und formale Kriterien hinausgehen, so Coutandin. „Es ist keine Floskel, dass diese das Herz des Betrachters berühren.“ An der Reaktion der Rathausmitarbeiter stellte sie fest: „Das war eine Mischung aus Neugier, Erstaunen, Faszination und Begeisterung.“ Mit dem Einbringen von Farbe und Licht schaffe es Jakob, ihren Werken Ausdruck, Tiefe, Schönheit sowie die Kraft der Natur zu verleihen. So biete die Ausstellung die Chance, aus dem gegenwärtigen „weiß, grau, kalt und nass“ auszusteigen und sich auf wärmere und buntere Tage zu freuen.

Einziger mit Einfluss ist Ehemann Carl-Heinz

Das Lob, dass ihre Werke „ein Genuss für die Seele“ seien, nahm die Künstlerin mit einem Lächeln entgegen. „Das Malen ist bei mir immer der Versuch etwas Positives zu vermitteln“, sagte Jakob. „Ich male das, was mir gut tut.“ Das könnten Blumen, aber auch stimmungsvolle Landschaften sein. „Ich liebe die Wärme, die Stille und das Natürliche“, führte sie zu ihrem Charakter an. Aus dem Bauch heraus habe sie gemerkt, dass sie ihren eigenen Weg gehen muss und sich von niemandem beeinflussen lassen sollte. Der einzige, der Einfluss hat, sei ihr Mann Carl-Heinz, mit dem sie seit nunmehr 42 Jahren verheiratet ist.

Die Werke von Heide Jakob sind rund sechs Wochen lang während der Öffnungszeiten des „i-Punkt“ – auch am Wochenende – zu sehen.

Nach Ina Reichart und Karola Bossdorf ist Heide Jakob die dritte Künstlerin, die innerhalb von wenigen Monaten im „i-Punkt“ ausstellt. Trotz der Vielzahl von Künstlern, die es in der Gersprenzstadt gibt, will man das bisher vorgelegte Tempo, bei dem ein Maler den anderen in relativ kurzer Zeit ablöst, nicht mehr beibehalten. „Wir wechseln im neuen Jahr in anderen Abständen“, kündigt Sylvia Kloetzel an. Fortan plane man, so die Verwaltungsmitarbeiterin, die sich neben der Wirtschaftsförderung auch um die Vernissagen der Stadt oder den Künstlertreff kümmert, vier Ausstellungen pro Jahr.

Quelle: op-online.de

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