Vom Marsch bis zu „Crocodile Rock“

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Bühne frei für die musischen jungen Leute der Offenen Schule war die Losung beim Frühjahrskonzert in der Stadthalle.

Babenhausen - Barbie und die Prinzen standen ebenso im Rampenlicht wie eine Delegation Zwerge und ein zoffendes junges Paar. Wo all´ die Gemeinsamkeiten lagen? Auf der Bühne der Stadthalle, die am Samstagabend zum Ort eines großen Konzertabends wurde. Von Ursula Friedrich

Mit 136 Protagonisten bot der musische Zweig der Offenen Schule Babenhausen ein fulminantes Konzerterlebnis. Kinder und Jugendliche gestalteten in Chören und Big-Band-Formation in Soli und Gesangsklassen unter Leitung von Konstanze Kaupat und Sigrid Borchert ein rund zweistündiges Programm.

Mit dem angekündigten „Frühlingskonzert“ hatte das Erlebnis wenig gemein. Es glich einem bunten Ableger des traditionellen Klassikers. Aufgepeppt mit kleinen Episoden, technischen Effekten und lustigen Kostümen (der Wischmopp vom Discounter erlebte eine Renaissance als Zwergenbart) wurde dem Publikum viel Kurzweil geboten. Um die einzelnen Darbietungen rankte sich ein Thema, das insbesondere den Schülerinnen am Herzen gelegen hatte: die Beziehung zwischen den Geschlechtern. Kleine Szenen zwischen Freundinnen und zoffenden Pärchen („Es gibt nur noch Alltag und Rasen mähen, und wenn ich Fußball gucken will, flippst du aus!“) wurden zum roten Faden. Musikalisch erstreckte sich das Repertoire vom bayrischen Marsch bis zum Evergreen „Crocodile Rock“, von Jazz á la Duke Elligton über den Glühwürmchen-Canon bis zu James Morrison. Zum großen Finale stimmten die vielen Teilnehmer des Konzertes Michael Jacksons „We are the world“ an.

Den Gästen bot sich ein Einblick in die Arbeit der OSB, die in jedem Jahrgang eine Gesangsklasse anbietet. Junge Leute engagieren sich darüberhinaus in den Zusatzangeboten, Chören, Band und Big Band. „Wer mitmachen möchte, muss alle Töne können“, warb Sigrid Borchert für die Teilnahme. Und wer die Musik im Herzen trägt, darf auch dann noch bleiben, wenn er längst nicht mehr die Schulbank drückt.

Quelle: op-online.de

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