„Fünf Tatsachen“ für den Kauf

Babenhausen (st) ‐ „‚Jenny' ist ja derzeit wieder das beliebteste Thema, wenn es darum geht, die Schwimmbadsanierung zu torpedieren“, meinen die Grünen und vermissen Kenntnis bei den Gegnern.

Aus Grünen-Sicht gibt es fünf grundsätzliche Fakten, die keinesfalls gegen ein Schiff im Schwimmbad sprächen, sondern für eine solche Lösung: „Tatsache Nummer eins“ sei, dass das Schiff als Technikgebäude für Wasserreinigung und Filterung diene. Gibt es kein Schiff, müsse am Beckenrand ein Betongebäude errichtet werden, um dort die Schwimmbadtechnik unterzubringen. Ob Schiff oder Betonklotz am Beckenrand, das sei vielleicht eine Geschmacksfrage, aber keine Kostenfrage.

Tatsache Nummer zwei“ sei, dass es zwischen Schiff und Betongebäude bei den Erstellungskosten kaum Unterschiede gibt, „das belegen Kostenvergleiche eindeutig und die bekam die Öffentlichkeit bei der Bürgerversammlung auch vorgestellt“, erinnern die Grünen. Da das Technikgebäude und die Unterbringung der Gastronomie mit rund zehn Prozent der Schwimmbadkosten zu veranschlagen sind, wäre bei einer Betonlösung nicht anders gewesen, das wüssten Fachleute, ignorierten Kritiker aber hartnäckig.

Tatsache Nummer drei“: Ob Beton oder Schiffskörper, beides müsse nahe an die Becken heran, denn kurze Wege bedeuteten geringere Energieverluste und somit weniger Betriebskosten. Man könne das Betriebsgebäudes nicht in irgendeiner Ecke des Schwimmbades verstecken.

Tatsache Nummer vier“: Im „Technikgebäude Schiff“ sei zusätzlich Platz für Gastronomie und Kioskbetrieb und das Schiff mache das Schwimmbad unverwechselbar: „Eine Attraktion ohne Aufpreis, mindestens für Kinder, ist es allemal.“

Tatsache Nummer fünf“: Eine Umplanung der bisherigen Variante führe zu Mehrkosten von mehreren hunderttausend Euro. Dazu gebe es eindeutige Aussagen der Fachleute, die in der Betriebskommission vorlagen.

Für die Grünen besteht in der „unsachlichen Diskussion um das Schiff“ letztlich nur die Gefahr, dass wenn noch länger diskutiert wird, es letztlich nichts mehr mit der Schwimmbadsanierung werde und am Ende das Freibad wegen maroder und Energie verschwendender Technik geschlossen werden müsse.

Die Grünen erinnern daran, dass seit über zehn Jahren über Sanierungspläne nur geredet werde, fast eine Million Euro versenkt worden sei, ohne etwas Grundlegendes zu erneuern und jetzt endlich die Umsetzungsphase erreicht sei: „Da fragt man sich schon, weshalb gerade diese Lösung des Technikgebäudes zu solch einem Aufreger gemacht wird.“ Die gleichen SPD-Politiker, die heute gegen das Schiff wetterten, seien in der letzten Legislaturperiode noch dafür gewesen.

Quelle: op-online.de

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