Funken erhellen Himmel

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Zwei Stunden waren die Jugendlichen der Hergershäuser Wehr voller Eifer unterwegs, um die Nadelbäume im Ort einzusammeln.

Hergershausen ‐ Also eins ist den zahlreichen kleinen und großen Hergershäusern, die sich Samstagabend am Christbaum-Feuer der Jugendfeuerwehr wärmten, sicher klar geworden: Wer echte Kerzen am Baum benutzt, der lebt gefährlich. Von Petra Grimm

Denn wenn so ein Weihnachtsbaum mal Feuer fängt, brennt er in Sekunden lichterloh. Kleine, jede Menge Funken sprühende Explosionen waren zu sehen und zu hören, wenn ein Baum in die Flammen geworfen wurde. „Da hilft auch kein Wassereimer neben dem Baum mehr“, sagte die Hergershäuser Feuerwehrvorsitzende Anita Ullrich, die stolz auf ihre 28 engagierten Nachwuchsfeuerwehrleute sein konnte. Nicht nur, dass die Jugendlichen mit drei Traktoren gut zwei Stunden durch den verschneiten Ort gefahren waren, um ihre Mitbürger von den alten Weihnachtsbäumen zu befreien. Sie hatten auch eine fröhlich-frostige Open-Air-Party am Ortsrand auf die Beine gestellt. In kleinen Pavillons wurden heiße Würstchen, Glühwein und Kinderpunsch unters Volk gebracht. Der Ansturm war so groß, dass sogar noch mal Nachschub an flüssiger und fester Nahrung geholt werden musste.

Alle Generationen um das Feuer vereint

Warm eingepackt und gut gelaunt hatten sich alle Generationen um das Feuer versammelt, das drei Stunden lang bis etwa 21 Uhr brannte. „Auf diesen Abend freue ich mich schon seit Tagen“, sagte ein Mann. Die Kinder hatten Spaß daran, Schneebälle in die Flammen zu werfen.

Zum zweiten Mal bereits hatte die Jugendfeuerwehr zum „Weihnachtsbaumfeuer“ eingeladen. „Aber im letzten Jahr war alles noch ein bisschen kleiner“, sagte Andreas Fehlner, der bedauerte, dass das Präparieren einer Eisbahn zum Schlittschuhlaufen nicht geklappt hat. Unter der Folie, die die Brandschützer gelegt hatten, hatte sich Luft gebildet, so dass man auf der Eisschicht einbrach. Die Gefahr, dass sich jemand verletzen könnte, sei zu groß, so die Veranstalter, die lieber auf Nummer sicher gingen und niemanden auf die Eisbahn ließen. Das war aber auch der einzige Wermutstropfen an diesem geselligen Winterabend, den alle Gäste sehr zu genießen schienen.

Quelle: op-online.de

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