Gänsehaut-Klassiker erklingen

„Junge Töne“ starten Queen-Mitsingprojekt - Einsteiger sind  willkommen

+
Dirigentin Iskra Valtcheva am Klavier und der Chor „Junge Töne“ plus neun neue Sänger, die sich für das Queen-Projekt interessieren und zur ersten Probe gekommen sind.

Jeden Freitag um 20.15 wird trainiert. Schon ein wenig Übung bringt große Fortschritte - und damit eine Menge Spaß an der Sache.

Hergershausen – Mit viel Elan startet der Chor „Junge Töne“ des Hergershäuser Gesangvereins Liederkranz an der Seite seiner neuen Dirigentin Iskra Valtcheva in ein neues Projekt. „A Tribute to Queen“ heißt das von Mark Brymer arrangierte Medley mit vier bekannten Liedern der englischen Rockband, das vergangenen Freitag und auch heute Abend wieder auf den Notenständern der Sänger steht. Die Songs „We will rock you“, „Another one bites the dust“, „We are the champions“ und der Gänsehaut-Klassiker „Bohemian Rhapsody“ werden zum Projektabschluss im Herbst auch vor Publikum erklingen.

Und zwar bei der ersten „Sing and Dance Party“, die am 7. November im Bürgerhaus geplant ist. Bis dahin wird fleißig jeden Freitag ab 20.15 Uhr eine Stunde geübt. Bereits zum ersten Treffen im Probenraum im Bürgerhaus fanden sich neun neue Gesichter oder besser gesagt Stimmen ein, um einzusteigen. Denn es ist ein Mitmachprojekt, dem sich jeder anschließen kann, der Spaß am Singen hat. Man muss kein Mitglied im Gesangverein sein.

Zu den Neuzugängen gehörte auch Nadja Rohrwasser, die zuletzt als Kind in einem Schulchor gesungen hat. „Ich denke schon länger darüber nach, mich einem Chor anzuschließen“, sagte sie. Jetzt hat sie die Gunst der Stunde genutzt und ist zum Reinschnuppern vorbeigekommen. Ebenso wie Regina Lange, die vor einiger Zeit als Sängerin in einer Band aktiv war. Einen weiteren Weg als die beiden Hergershäuserinnen hat ein junger Mann aus Ober-Ramstadt auf sich genommen oder auch Daniela Kolb aus Mömbris. Sie hat früher in Hergershausen gewohnt und damals bei den „Jungen Tönen“ mitgesungen. „Nach meiner zweijährigen Baby-Pause möchte ich jetzt mit diesem Projekt wieder beim Chor einsteigen“, sagte sie. Der längere Anfahrtsweg zum Probenraum im Bürgerhaus schreckt die junge Frau nicht.

Neueinsteiger sind auch nach dem ersten Treffen noch willkommen. Die 20 Mitglieder der „Jungen Töne“ freuen sich über Zuwachs bei ihrem Projekt, das schon länger geplant ist, wie Diplom-Chorleiterin Valtcheva sagte. Sie schwingt seit September den Taktstock bei den beiden Chören des Hergershäuser Gesangvereins – und zwar mit großer Freude. „Ich bin hier wie in eine Familie aufgenommen worden. Dieser Chor ist eine aktive und fröhliche Gemeinschaft mit einem mitreißenden Temperament“, so die gebürtige Bulgarin, die seit über 20 Jahren in Deutschland zuhause ist und seit 18 Jahren verschiedene Chöre leitet.

Bei der ersten Probenstunde für das Queen-Projekt fehlte das eine oder andere Mitglied der „Jungen Töne“ wegen Krankheit oder Urlaub. Das tat dem Arbeitseifer der restlichen Sänger aber keinen Abbruch. Nach der Begrüßung durch die beiden Vorsitzenden Manfred van Bürk und Christel Kirchhöfer ging es gleich mit dem Einsingen los. „Das ist so wichtig wie bei einem Sportler, der sich ja auch warm machen muss“, erklärte die Dirigentin, die mit ihrem neu formierten Chor zum Aufwärmen der Stimme summte und Silben sang.

Einige Vokalausgleichsübungen später war sie zufrieden. „Herzlich willkommen, sie sind jetzt ein Chor“, rief sie in den Raum und sortierte die Anwesenden nach Stimmlage in Sopran, Alt, Tenor und Bass. Neue und bisherige Chormitglieder sollten sich im Wechsel nebeneinander setzen. Dann bekamen alle ihre Notenblätter. Mit dem Song „We are the champions“ wurde gestartet und das Stimmvolumen getestet. Für den Außenstehenden war es erstaunlich, wie gut sich die Sache bereits nach einer halben Stunde Üben anhörte.

VON PETRA GRIMM

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare