Kindergarten Sickenhofen hat nun neben zwei Gruppen auch Plätze für Ein- bis Dreijährige.

Ganz Kleine erobern alle Bereiche

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Die Kindergartenleiterin Andrea Potthast (Mitte) und ihr Team führten die Gäste durch die neu gestalteten Räume und erläuterten ihr pädagogisches Konzept.

Sickenhofen (pg) ‐ Nachdem vor wenigen Wochen erst die ASB-Kindertagesstätte in der Danziger Straße in Babenhausen nach ihrem Umbau eingeweiht wurde, war jetzt der Sickenhöfer Kindergarten dran. Auch diese Einrichtung verfügt nun neben ihren zwei Kindergartengruppen über zehn Krippenplätze für ein- bis dreijährige Kinder. Auf diese Neuerung, die mit Umbau und Sanierung des kompletten Gebäudes einherging, galt es mit Vertretern aus Politik, ASB, Eltern und den beteiligten Architekten und Baufirmen bei einer akademischen Feierstunde mit anschließendem Tag der Offenen Tür am Samstagnachmittag anzustoßen. Von Petra Grimm

„Rund 400 000 Euro hat es gekostet, darin enthalten sind die Planungskosten und sämtliche Umbauten und die Sanierung. So wurden beispielsweise die Heizungsanlage, die Elektrik und der Brandschutz auf die neuesten technischen Standards gebracht. Das Investitionsprogramm des Bundes fördert nur den Anteil für die Krippenplätze, den Rest musste die Stadt bezahlen“, sagte Harald Finsel, Geschäftsführer des ASB Darmstadt-Starkenburg. Der ASB-Vorsitzende Mathias Metzger dankte der Stadt, „dass sie das Geld für die bauliche Maßnahme zur Verfügung stellt, um das pädagogische Konzept des ASB umzusetzen“.

Durch einen etwa 38 Quadratmeter großen Zwischenbau ist das Hauptgebäude, das 1956 als Dorfgemeinschaftshaus gebaut wurde, erst jetzt mit dem Neubau aus dem Jahr 2006 verbunden. Dieser neuere Gebäudeteil wurde bisher wegen dem fehlenden Übergang zum Hauptgebäude nur wenig genutzt. Jetzt ist in ihm der Bereich für die Krippenkinder untergebracht. Kletterlandschaften und Höhlen, in die die ganz Kleinen sich zurückziehen können, fallen darin ins Auge. Auch alle anderen Räume, die beim Konzept mit teiloffenen Gruppen als so genannte Funktionsbereiche zum Malen, Basteln, Bauen, Turnen oder Essen einladen, wirken hell und freundlich. Auf dem niedrigen Tisch für die Krippenkinder im Bistro liegen Messer und Gabeln. „Ja, bei uns lernen schon die ganz Kleinen mit Besteck zu essen“, erwiderte die stellvertretende Leiterin Silke Örtlin den fragenden Blick. Das funktioniere gut, ebenso wie die Integration der U3-Kinder in die Teilöffnung, bei der alle Kinder sich im Haus frei bewegen und die Räume ihren Interessen entsprechend aufsuchen dürfen. „Da haben die ganz Kleinen nach und nach auch mitgemacht und sich - gern mit Hilfe der älteren Kinder - alle Bereiche erobert“, sagte Silke Örtlin, die gemeinsam mit der Kindergartenleiterin Andrea Potthast und dem ganzen Team die Gäste durch die neu gestalteten Räume führte und das pädagogische Konzept erläuterte. Dankbar äußerte sich Andrea Potthast für die Unterstützung durch den Bauhof beim Umzug. Denn der Kindergarten war während der halbjährigen Umbauzeit von Juni bis Dezember in der früheren Schule des Ortsteils untergebracht. Die Bauhofmitarbeiter haben etwa Handläufe an der Treppe oder Podeste unter die Waschbecken gebaut, um den Kindergartenkindern das Leben im Übergangsquartier zu erleichtern.

Die Einrichtung kommt den Bedürfnissen junger Familien jetzt noch weiter entgegen. Denn neben den neu geschaffenen Krippenplätzen für unter Dreijährige, die im Februar eingezogen sind, wurden auch die Öffnungszeiten ausgeweitet. Alle Kinder können hier ab dem Sommer von 7 bis 16.30 Uhr mit einem sehr flexiblen Konzept betreut werden. Bürgermeisterin Gabi Coutandin machte deutlich, dass der Umbau der Sickenhöfer Einrichtung zur Kindertagesstätte mit Krippenplätzen noch nicht der Schlusspunkt im Stadtgebiet sein wird: „Babenhausen zeigt sich damit auch im Stadtteil Sickenhofen kinder- und familienfreundlich, als attraktiver Wohnstandort für Familien. Und dann müssen wir uns wieder der Kernstadt zuwenden, die aufgrund ihres großen Bevölkerungsanteils besonderen Bedarf bei der U3-Betreuung hat. Insgesamt wollen wir die Maßgaben des Landes, 30 Prozent der unter Dreijährigen einen Betreuungsplatz anzubieten, rechtzeitig erfüllen.“

Quelle: op-online.de

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