Gebraucht, aber in gutem Zustand

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Lilly (6) findet den rosa Schulranzen am schönsten.

Babenhausen - Schulranzen gab es satt, die Auswahl der meist bunten Tornister war groß. Die „Stiftung Justus Arnold zu Babenhausen“ hatte zu einer ungewöhnlichen Aktion in das Foyer der Stadthalle eingeladen. Von Ulrike Bernauer

Kostenlos konnten sich Kinder und ihre Eltern, die über geringe finanzielle Mittel verfügen, einen Schulranzen abholen.

„Wir haben einen Aufruf an die Babenhäuser Bevölkerung gemacht, und die haben uns über 100 Schulranzen gespendet“, erzählt Friedrich Uibel mit einem Dank an die Spender, „die Garagen unserer Mitglieder waren voll in den letzten Wochen.“ Und die Schulranzenparade in der Stadthalle kann sich sehen lassen, in allen Farben und Formen sind sie vorhanden und sie sind durchweg, obwohl gebraucht, in einem richtig guten Zustand.

Auch einige wenige Einschulungstüten haben sich in die Stadthalle verirrt, gefragt sind die, die glitzern und schön bunt leuchten. Erstaunlicherweise hat eine rosa Schultüte bis zum Ende der Aktion keine neue Besitzerin gefunden. Die Mitglieder der Stiftung freuen sich über den großen Erfolg der Aktion und viele der neuen Besitzer eines Ranzens ebenfalls.

„Nach dem großen Erfolg dieses Projektes werden wir das wahrscheinlich im nächsten Jahr wiederholen, nur vielleicht ein wenig früher“, erklärt Uibel. „Manche der Menschen, die über knappe finanzielle Mittel verfügen, haben in diesem Jahr den Schulranzen wohl schon gekauft.“

Die Stiftung „Justus Arnold zu Babenhausen“ ist seit ihrer Gründung im März 2009 nicht untätig geblieben. Vielmehr ist ihr stilles Wirken fruchtbar gewesen. Ziel und Zweck der Stiftung ist es, hilfsbedürftigen Babenhäuser Bürgern finanziell oder in anderer Form, zum Beispiel durch Sachleistungen, unter die Arme zu greifen. Weiterhin sollen Projekte unterstützt werden, die den Bürgern Babenhausens zur Nutzung zur Verfügung stehen, auch kulturelle, bauliche und soziale.

So hat die Stiftung beispielsweise eine Patenschaft für ein schwer krankes Migrantenkind vermittelt, sich für zwei Familien eingesetzt und bei einer persönlichen Notlage, die Obdachlosigkeit zur Folge hatte, eingegriffen. Des Weiteren wurden Projekte in Angriff genommen, etwa im Kinderbereich, die einer langen Vorbereitung bedürfen. Es wurden aber auch diejenigen nicht vergessen, die zeitnah Hilfe benötigen. Immer im Blickpunkt stehen auch Familien mit Kindern.

Die Verantwortlichen der Stiftung können sich Hilfesuchenden aber nur dann annehmen, wenn sie selbst auch Unterstützung aus der Bevölkerung erfahren.

Quelle: op-online.de

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