Geflügelschau

Nervenflattern bei den Züchtern

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Die Pommerngänse errangen bei der Lokalschau Höchstnoten.

Babenhausen - Geflügelschau: Die Aussteller bangen dem Urteil der Preisrichter und sorgen sich um den Züchternachwuchs. Knapp 90 Tiere waren am Wochenende in der Stadthalle die ungewöhnlichen Stars. Von Ursula Friedrich 

Ein dicker Ring am Bein und stimmgewaltig schreiend? Nein, nicht Alice Cooper war hier abgestiegen, wenngleich sich am Wochenende in der Stadthalle ungewöhnliche Stars präsentierten: die prächtigsten Vertreter unterschiedlicher Geflügelrassen.

Knapp 90 Hühner, Tauben, Gänse und ein paar kuschelige Kaninchen und Meerschweinchen waren Publikumsmagneten. Die Lokalschau des Geflügelzuchtvereins Babenhausen war erneut ein Höhepunkt des Züchterjahres. „Eine solche Veranstaltung bietet nicht nur Einblicke in die Leistungsfähigkeit und das züchterische Geschick der einzelnen Aussteller, die ihr Hobby mit außerordentlicher Liebe zum Geschöpf betreiben“, sagte Adalbert Bernhart, Vorsitzender des 1900 gegründeten Geflügelzuchtvereins. „Angesichts der Vielfalt und Schönheit der Tiere ermöglicht sie vielmehr auch einem breiten Publikum ein Erlebnis der besonderen Art.“

Lampenfieber legt sich früh

Als sich am Samstag die Pforten für die Besucher öffneten, hatte sich das Lampenfieber bei rund zehn Ausstellern bereits gelegt. Zwei Preisrichter hatten nach strengen Zuchtstandarts jedes Tier begutachtet und die besten Vertreter ihrer Rasse prämiert. Die Wanderpreise erhielten diesmal Stefan Fischer (Hühner, New Hampshire goldbraun), Hans Trippel (Zwerghühner, Zwerg New-Hampshire, goldbraun) und Willibald Geißler (Tauben, Oriental Roller, rot).

Beliebt war die Ausstellung bei Züchter- und Vereinskollegen. Populär aber auch als Familienausflug. Zumal die Gastgeber mit einer Tombola, Kaffee, Kuchen und mehr weitere Anreize boten. Den Verein drückt der Sorgenschuh. Sind Kleintierzüchter eine aussterbende Spezies? „Wir haben noch zwei jugendliche Züchter“, sagte Adalbert Bernhardt, der seit neun Jahren Vorsitzender ist und zuvor rund 40 Jahre als zweiter Vereinschef fungierte. „Junge Menschen kann man für dieses Hobby nicht mehr begeistern“, bedauerte der Züchter.

Kinder sind oft zu Besuch

Beliebt ist der Verein dennoch. Auf der Zuchtanlage mit rund 100 Tieren sind häufig Besucher, insbesondere Kinder, anzutreffen. 48 Mitglieder zählt der Verein noch, dessen Aktive in den 80er Jahren aus eigener Kraft ihre idyllische Zuchtanlage aufbauten. Acht Parzellen beheimaten überwiegend Nutzgeflügel – zwei Parzellen stehen leer und warten auf engagierte Züchter, die hier mit der besonderen Liebe für ihre Tiere ein besonderes Hobby betreiben wollen.

Weitere Züchtererfolge: Mit der Höchstnote wurden die hv-Tiere folgender Züchter prämiert: Elfriede Hofmann (Pommerngänse gescheckt), Stefan Fisch (Zwerg-New Hamphire, goldbraun), Dieter Stork (Zwerg-Wyandotten, gestreift), Fred Heckmann (Zwerg-Welsumer, rebhuhnfarbe, und deutsche Modeneser, blau ohne Binden), Adalbert Bernhardt (Zwerg-Welsumer, silber), Hans Trippel (Zwerg-New Hamshire) und Helmut Loos (Pommersche Kröpfer). Pokale und Sachpreise errangen: Willibald Geißler, Hans Trippel, Adalbert Bernhardt, Dieter Strock, Helmut Loos, Fred Heckmann, Elfriede Hofmann und Stefan Fischer.

Quelle: op-online.de

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