Gartenbaubetrieb Winkler in Babenhausen wartet mit weihnachtlich dekoriertem Gewächshaus auf

Gegen den Novemberblues

Im Winkler-Gewächshaus legt Floristmeisterin Christine Messinger letzte Hand an. Im Hintergrund ist jeweils ein Meer aus Weihnachtssternen zu sehen.
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Im Winkler-Gewächshaus legt Floristmeisterin Christine Messinger letzte Hand an.

„Seelenfutter“ nennt eine Kundin die kreativen Werke, die Floristmeisterin Christine Messinger gemeinsam mit ihrem Team angefertigt und zu einer stimmungsvollen Präsentation zusammengestellt hat. Frische, aber vor allem getrocknete Naturprodukte, darunter Früchte, Blüten, Gräser, Zapfen oder auch Moos werden mit farbigen, samtenen Stoffen, Elementen aus Metall und Holz oder Kerzen kombiniert. Im Hintergrund der Ausstellungstische ergießt sich ein leuchtendes Meer aus Weihnachtssternen in allen Farben und Formen. Der kräftig rot Blühende ist immer noch der beliebteste, Rot gehört als Farbe einfach zu Weihnachten dazu, weiß Messinger, die Enkelin des Firmengründers, die zur dritten Generation im Familienbetriebs Winkler gehört.

Hergershausen- Ja, der Novemberblues hat es hier deutlich schwerer: Seit einigen Tagen ist das etwa einen Hektar große Gewächshaus mit dem Verkaufsbereich im Gartenbaubetrieb Winkler am Ortsrand von Hergershausen adventlich dekoriert. Denn auch wenn die große Adventsausstellung, die seit fast zwei Jahrzehnten am Volkstrauertag-Wochenende Menschenmassen in die Gewächshäuser lockt, im Corona-Jahr in gewohnter Form nicht stattfinden kann, so muss doch keiner auf handgefertigte Gestecke, adventlichen Dekorationsartikel und Weihnachtssterne verzichten.

In diesem Jahr ist quasi jeden Tag Adventsausstellung bei Winklers, allerdings ohne das sonst übliche Rahmenprogramm mit Kaffee und Kuchen, Chorauftritten, Kinderbelustigung, Lesungen, Schmuckverkaufsstand und anderen Highlights, die in der Vergangenheit schon dazu gehörten. Dafür hat jeder Besucher durch den entzerrten Termin viel mehr Platz durch die Ausstellung und das Gewächshaus zu schlendern und beim Betrachten der Pflanzen ein bisschen aufzutanken. „Bei uns ist es gut möglich, Abstand zu halten. Es gibt viel Platz und alles ist offen“, sagt Messinger, die sich auch bei der diesjährigen Produktion ihrer floralen Kunstwerke von Farbtrends in der Mode, wie senfgelb oder dunklem lila, inspirieren ließ. „Der Haupttrend in diesem Jahr ist aber Gold. Ohne Gold geht gar nichts“, sagt die Fachfrau. Auch Samt und Rottöne in allen Variationen sind bei vielen der Objekte zu finden. „Im Gegensatz zum eher rustikalen Landhausstil vor einigen Jahren ist im Moment eher Boho-Style und Eleganz angesagt“, sagt sie.

Advent-Dekoration und im Hintergrund ist ein Meer aus Weihnachtssternen zu sehen.

Neben den Weihnachtssternen erfreuen sich auch die selbst produzierte Amaryllis großer Beliebtheit. „Die werden gut angenommen“, so Messinger, die für die Pflege dieser prächtig blühenden Pflanzen den Tipp gibt: „Erst gießen, wenn die Blüte aufspringt und dann auch nur mäßig, sonst nimmt die große Zwiebel Schaden“.

Ab Donnerstag, 19. November, werden handgefertigte Adventskränze angeboten und ab 1. Dezember erwartet die Kunden ab einem Einkauf im Wert von 20 Euro jeden Tag eine kleine Überraschung. (Von Petra Grimm)

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