Gegenwärtig keine Gefahr

Babenhausen ‐ Können Schüler, Eltern und Lehrer der Joachim-Schumann-Schule in Babenhausen aufatmen? Mit einem Informationsschreiben versucht Darmstadt-Dieburgs Bau- und Schuldezernent, Kreisbeigeordneter Christel Fleischmann, sie zu beruhigen. Von Veronika Szeherova

Diese Woche waren an der Schule Ängste und Unruhe wegen der derzeit laufenden Kampfmittelerkundung auf dem Baugrundstück für den Schul-Neubau aufgekommen.

Fleischmann: „Gegenwärtig besteht jedoch für alle Beteiligten keinerlei Gefahr. Eine Räumung der Schule zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht erforderlich.“ Der Bereich der Joachim-Schumann-Schule und teilweise auch der angrenzenden Wohngebiete war, wegen der räumlichen Nähe zum Bahnhof und der Kaserne, Ende des zweiten Weltkriegs von Bombardements der Alliierten betroffen.

Auf Suche nach Munition

Diese Abwurfgebiete wurden von der Abteilung Kampfmittelräumdienst des Regierungspräsidiums Darmstadt hessenweit kartiert, teilweise sind noch alte Luftbilder sowie Zeitzeugenberichte vorhanden. „Ob und inwieweit tatsächlich noch Blindgänger im Boden liegen, kann jedoch an den einzelnen Standorten nie hundertprozentig bestätigt werden. Daher wird für solche Flächen eine Baugenehmigung nur erteilt, wenn vor Baubeginn eine Kampfmittelerkundung des Geländes vorgenommen wird“, so Kreisbeigeordneter Fleischmann.

Sollten in der Luftbildauswertung Blindgänger-Verdachtsmomente lokalisiert worden sein, so könnte dort Munition liegen. Die häufigen gezielten Suchen an solchen Stellen zeigen jedoch, dass oft dennoch keine Munition zu finden ist. „Die jetzt auszuführenden Arbeiten sind daher zunächst lediglich Erkundungsmaßnahmen, die als Ergebnis lokale ferromagnetische Befunde unterhalb der Geländeoberfläche oder der vorhandenen Auffüllungen haben können, denen nachzugehen ist.“

Der Landkreis übernimmt Verantwortung

Die Arbeiten werden von Fachpersonal nach aktuellstem Stand der Technik vorgenommen und von den Profis des Kampfmittelräumdienstes beim Regierungspräsidenten begleitet.

Nach erfolgter Flächensondierung erfolgt ab der nächsten Woche die Bohrlochsondierung. Durch die Verwendung eines schonenden, nicht schlagenden Bohrverfahrens entstehen so gut wie keine Erschütterungen des Erdreiches. Fleischmann: „Erst wenn hier ein Störkörper gefunden und ausgewertet wird, ist über eine Absperrung und Evakuierung des betroffenen Bereichs zu entscheiden.“

„Der Landkreis ist sich als Schulträger seiner großen Verantwortung bei diesen Arbeiten bewusst und wird alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um jegliche Gefährdung der Schulgemeinde auszuschließen“, verspricht Fleischmann.

Quelle: op-online.de

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