Wo geht‘s lang für Elb-Schliff?

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Grüne äußern Bedenken gegen die Expansionspläne des Unternehmens Elb-Schliff

Babenhausen ‐ Die Grünen begrüßen zwar die Expansionspläne der Firma Elb-Schliff, üben aber auch Kritik. Sie bemängeln, dass das Unternehmen bei einer baurechtlichen Umwandlung ihres Areals in Mischgebiet (Wohn- und Gewerbegebiet) den Wert ihres Grundstücks steigert, ohne dafür zu bezahlen. Von Niels Britsch

Bürgermeisterin Gabi Coutandin betont jedoch, dass der Stadt keine Kosten entstünden, gerade weil sich das Areal bereits im Besitz des Unternehmens befindet. „Wir verkaufen ja nicht Wohnfläche zum Preis von Gewerbefläche, sondern ändern lediglich das Baurecht für ein Gebiet, das sowieso nicht mehr der Stadt gehört.“ Die Grünen verweisen allerdings darauf, dass die Stadt im Jahr 2002 ein ähnliches Ansinnen abgelehnt habe, „denn es gibt gute Gründe, die aus städtebaulicher Sicht für die Ausweisung der Flächen als Gewerbegebiet sprechen“.

Ein Kernproblem in Babenhausen sei „der Flickenteppich der Gewerbegebiete, die sich kleinräumig und eingeschränkt auf die Stadtfläche verteilen und oft Nutzungskonflikte mit naher Wohnbebauung provozieren“, so die Grünen in ihrer Stellungnahme weiter.

Bürgermeisterin Coutandin verweist darauf, dass Stadtplanung lange Zeit darauf ausgelegt war, Wohn- und Gewerbegebiete separat voneinander zu erreichen. Inzwischen habe man aber erkannt, „dass es auch aus ökologischer Sicht sinnvoll ist, Wohnen und Arbeiten wieder zusammenzuführen“.

Quelle: op-online.de

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