Geld fließt in zwei Kindergärten

Babenhausen (st) ‐ Der Magistrat hat eine weitere Entscheidung zur Verbesserung der Kinderbetreuung in Babenhausen getroffen - dafür setzt er Geld der Bundesregierung ein.

Die Mittel des Konjunkturpakets II des Bundes - mit dem städtischen Anteil beläuft sich die Summe auf 498.000 Euro - sollen nach Angaben von Bürgermeisterin Gabi Coutandin zum einen für den Kindergarten Ludwigstraße „für die Sicherstellung eines Betriebs für die nächsten drei Jahre“ verwendet werden, sowie zur Sanierung im Kindergarten Harreshausen.

Ursprünglich war geplant, 416.000 Euro für die bauliche und energetische Sanierung der Kita Ludwigstraße aufzuwenden. Dieser vom Arbeiter-Samariterbund (ASB) ursprünglich kalkulierte Kostenrahmen ließ sich jedoch nicht halten, zumal der erforderliche Ausbau der Betreuungsplätze für Kleinkinder ebenfalls am Standort Ludwigstraße realisiert werden soll. „Wir brauchen genügend Zeit für eine sorgfältige Planung und Kostenermittlung für eine Sanierung oder den Neubau Ludwigstraße, damit wir den Stadtverordneten belastbare Zahlen und eine seriöse Entscheidungsgrundlage vorlegen können,“ so Coutandin. Da die Konjunkturmittel jedoch noch in diesem Jahr beauftragt werden müssten, wolle sich der Magistrat auf die unbedingt erforderlichen Maßnahmen beschränken. Dies sei die Sanierung der Sanitäranlage, die Ertüchtigung der Elektroanlage sowie kleinere Renovierungsarbeiten. Ein vom ASB beauftragtes Architektenbüro schätze die erforderlichen Kosten auf rund 196 000 Euro.

Die weiteren Konjunkturmittel sollen in die bauliche Sanierung des Kindergartens Harreshausen investiert werden. Der ursprüngliche Ansatz von 82 000 Euro reicht bei weitem nicht aus, da die Stadtverordnetenversammlung auch für Harreshausen verlängerte Öffnungszeiten beschlossen hat. In der Konsequenz heiße dies, dass ein Ruheraum eingerichtet und die Küche erneuert werden muss; außerdem soll der Fußboden ausgetauscht und die Sanitäranlage ausgetauscht werden. Hierzu werden laut Architekt rund 287 000 Euro benötigt.

„Wir haben dem ASB eindringlich deutlich gemacht, dass wir im 2009 beschlossenen Budget bleiben wollen. Mit dem nun gefassten Beschluss bewegen wir uns im vorgegebenen Rahmen. Wir sanieren dort, wo dringend erforderlich, und bauen dort aus, wo es politische und gesetzliche Vorgaben notwendig machen. Insgesamt erreichen wir mit dem Einsatz von 142 000 Euro Eigenanteil eine deutliche Qualitätsverbesserung für unsere Kindergartenkinder,“ so Coutandin. Die Stadtverordnetenversammlung am 2. September hat das letzte Wort, danach können die Maßnahmen beauftragt werden.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Rainer Sturm / Pixelio

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