Geldfluss wird wohl umgeleitet

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Im benachbarten Schaafheim sorgt die Nachricht für Verunsicherung, dass Gelder für die Sanierung der Eichwaldschule nach Babenhausen an die Jochim-Schumann-Schule umgeleitet werden sollen, die für rund 20 Millionen Euro neu gebaut wird.

Babenhausen/Schaafheim ‐ Im benachbarten Schaafheim sorgt die Nachricht für Verunsicherung, dass Gelder für die Sanierung der Eichwaldschule nach Babenhausen an die Jochim-Schumann-Schule umgeleitet werden sollen, die für rund 20 Millionen Euro neu gebaut wird. Von Stefan Scharkopf

Ein Beschluss des Schulausschusses des Landkreises sieht vor, dem Kreistag zu empfehlen, diesen Schritt zu gehen. Ursprünglich sollte die Eichwaldschule mit 2,3 Millionen aus den entsprechenden Konjunkturprogrammen saniert werden. Jetzt wird befürchtet, dass die Sekundarstufe in Schaafheim aufgelöst und die Kinder künftig in Babenhausen unterrichtet werden.

Davon könne derzeit noch keine Rede sein, sagt Kreispressesprecherin Jutta Janzen auf Anfrage, darüber sei noch nicht gesprochen worden. Bei einer früheren Kreisbereisung habe Schuldezernent Christel Fleischmann festgestellt, dass die bauliche Substanz der Eichwaldschule nicht gut ist und der Komplex von Grund auf saniert werden muss. Es habe sich jetzt gezeigt, dass es mit einer Fenster- und Fassadensanierung nicht getan ist. Da das Geld aus den Konjunkturprogrammen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgegeben werden muss, gerate die Kreisverwaltung beim Projekt Eichwaldschule in zeitliche Bedrängnis. Deshalb hätten sich die Verantwortlichen im Schulausschuss zu dem Schritt entschlossen, die 2,3 Millionen Euro in den Neubau der Joachim-Schumann-Schule zu stecken. „Die Sanierung der Eichwaldschule ist aufgeschoben“, so Janzen.

Pädagogische und räumliche Situation verbessern

Gleichwohl werde man sich über Schulstandorte künftig Gedanken machen müssen und bei der Aufstellung der Schulentwicklungspläne diskutieren.

Mit einem Wechsel von Schulstandorten will Schuldezernent Fleischmann derweil die pädagogische und räumliche Situation mehrerer Schulen im östlichen Teil des Landkreises verbessern und gleichzeitig Kosten sparen. Betroffen sind - wie in unserer Zeitung berichtet - die Schule auf der Aue in Münster, die Stephan-Gruber-Schule in Eppertshausen und die Sprachheilschule in Klein-Umstadt. Die Schule auf der Aue wird im Zuge ihrer ohnehin geplanten Sanierung erweitert. Bereits zum kommenden Schuljahr werden die 110 Hauptschüler der siebten bis zehnten Klasse, die derzeit eigentlich Teil der Schule auf der Aue in Münster sind, aber in dem Gebäude der Eppertshäuser Stephan-Gruber-Schule unterrichtet werden, wieder in ihr „Mutterhaus“ nach Münster zurückkehren.

Die frei werdenden Räume der Stephan-Gruber-Schule in Eppertshausen und auch der bereits geplante Neubau werden dann zum neuen Standort für die Amorbachschule, einer Sprachheilschule, die bislang einen gemeinsamen Standort mit der Wendelinus-Grundschule in Klein-Umstadt hat, aber Schüler aus dem gesamten östlichen Landkreis unterrichtet und zu klein wird.

Die in die Jahre gekommene Joachim-Schumann-Schule wird für 20 Millionen Euro neu gebaut. Es waren mal 18 Millionen im Gespräch, aber die würden nicht zu halten sein, so Janzen. Der Gesamtzustand der OSB ist so unbefriedigend, dass ein Neubau preiswerter kommt als eine Rundum-Sanierung. Eine Komplett-Sanierung hätte etwa 24 Millionen Euro gekostet. Baubeginn soll im Sommer/Herbst 2010, Ende 2011 sein.

Quelle: op-online.de

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