Erste Ortsvorsteherin der Grünen in Babenhausen

Bettina Mathes führt Ortsbeirat in Sickenhofen an

Der neue Sickenhöfer Ortsbeirat: (von links) Meike Mathes (Grüne), Alexander Schaub (SPD), Siegmund Kolb (SPD), Ortsvorsteherin Bettina Mathes (Grüne), Hanna Cordier (CDU), stellvertretender Ortsvorsteher Friedel Sahm (CDU) und Jörn Hartmann (CDU).
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Der neue Sickenhöfer Ortsbeirat: (von links) Meike Mathes (Grüne), Alexander Schaub (SPD), Siegmund Kolb (SPD), Ortsvorsteherin Bettina Mathes (Grüne), Hanna Cordier (CDU), stellvertretender Ortsvorsteher Friedel Sahm (CDU) und Jörn Hartmann (CDU).

Einen Generationen- und gleichzeitig einen Geschlechterwechsel hat es an der Spitze des Sickenhöfer Ortsbeirates gegeben. Die sieben Mitglieder des neuen Ortsbeirats wählten die Grüne Bettina Mathes bei der konstituierenden Sitzung in der Friedel-Wiesinger-Halle zur neuen Ortsvorsteherin.

Sie löst Friedel Sahm von der CDU im Amt ab. Er wurde zu ihrem Stellvertreter gewählt, sodass diese beiden Ämter quasi ausgetauscht wurden, denn zuvor war Mathes die Stellvertreterin von Sahm. Mathes ist damit die ersten Ortsvorsteherin der Grünen in Babenhausen.

Die neuen Mehrheiten in dem um eine Person erweiterten Ortsbeirat, der bisher aus drei CDU-Mitgliedern, zwei Sozialdemokraten und einer Grünen bestand, spiegeln sich im Ergebnis wider. Jetzt bilden drei CDU-Mitglieder (Hanna Cordier, Jörn Hartmann und Friedel Sahm), zwei Sozialdemokraten (Siegmund Kolb und Alexander Schaub), und zwei Grüne (das Mutter-Tochter-Gespann Bettina und Meike Mathes) das Gremium. So wurde Bettina Mathes in geheimer Wahl mit vier Stimmen ins Amt gewählt und Sahm einstimmig zum Stellvertreter.

„Sie haben Geschichte geschrieben. Denn so weit ich weiß, sind sie die erste Ortsvorsteherin in Sickenhofen“, sagte Sahm und gratulierte seiner Nachfolgerin. Mathes dankte ihm für sein jahrelanges Engagement. „Ich habe als ihre Stellvertreterin viel von ihnen gelernt. Ihre Ideen haben mich geprägt und ich weiß, ich trete in große Fußstapfen“, sagte die 46-jährige Kinderkrankenschwester und Mutter von vier Kindern, die seit 20 Jahren in Sickenhofen lebt und sich seit 16 Jahren in der Kommunalpolitik ehrenamtlich engagiert. Sie sehe sich als Brücke für eine neue Generation und hoffe gleichzeitig, dass „die alten Hasen“ dem Ortsbeirat erhalten bleiben. Stadtverordnetenvorsteher Ingo Rohrwasser und Erster Stadtrat Reinhard Rupprecht gratulierten den Gewählten, zu denen auch der neue Schriftführer Maurice Stein und seine Stellvertreterin Hanna Cordier gehören.

Als im Ortsteil anstehende Themen nannte Mathes – zugleich langjährige Vorsitzende des Ortsverschönerungsvereins – die Sanierung eines Teils der Ortsdurchgangsstraße, die je nach Abschnitt drei verschiedene Namen trägt (Sachsenhäuser, Hergershäuser und Ernst-Ludwig-Straße). „Die Planungen fangen an und wir hoffen, dass wir eingebunden werden und mitgestalten können. Wir haben uns als Ortsbeirat schon damit beschäftigt. Es geht beispielsweise um die Aufteilung der Bereiche für Autoverkehr und Fußgänger. Teilweise gibt es gar keine richtigen Gehwege. Oder um die Frage, wo parken die Autos“, sagte die neue Ortsvorsteherin.

Die Ortsvorsteherin sprach zudem die geplante Zusammenlegung der beiden Freiwilligen Feuerwehren von Sickenhofen und Hergershausen mit einem neuen, gemeinsamen Gebäude an und die Anfrage der Stadt, wo denn in Sickenhofen geeignete Standorte für Ladesäulen für Elektromobilität wären. Hier wurden aus der Runde heraus die Friedel-Wiesinger-Halle, der Parkplatz am Friedhof oder auch der Parkplatz am Sportgelände als Vorschläge genannt. Rupprecht sagte, dass die Stadt die genannten Standorte auf ihre technische Eignung prüfen werde. (Petra Grimm)

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