30 Trainingsstunden mit Brahms & Co.

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Hier unterrichtet und übt sie: Musikpädagogin Gerda Stockinger an ihrem Klavier im Sophie-Kehl-Weg.

Babenhausen - Noch mehr Musik als sonst erfüllt dieser Tage den Sophie-Kehl-Weg. Dort hat Gerda Stockinger in einer kleinen Wohnung ihre Musikschule eingerichtet, und dort nutzt sie „jede freie halbe Stunde“ zwischen Klavier- und Flötenschülern, um ihre Kunstlieder zu proben. Von Katharina Hempel

Schuhmann, Brahms oder Schubert haben die Stücke komponiert, die die 56-Jährige während der Babenhäuser Kunst- und Kulturtage präsentieren wird. Sie begleitet am Klavier die Opernsängerin Katja Boost. „Seit einem Vierteljahr bin ich am Proben“, erzählt die Musikpädagogin. „Das ist schon eine Herausforderung, denn auf einmal muss ich selbst wieder pianistisch arbeiten. Da entdecke ich meine verschütteten Fähigkeiten wieder. Sonst liegt der Schwerpunkt meiner Arbeit ja immer darauf, meinen Schülern das Klavierspielen beizubringen.“ Stress kommt bei ihr deswegen trotzdem nicht auf. Fast 30 Trainingsstunden mit Brahms und Co. stecken ihr schließlich schon in den Fingern.

„Das ist schon einiges, aber ich will mich ja auch nicht blamieren“, gibt die Musikliebhaberin zu. Und gering ist die Verantwortung nicht: Musik ist dieses Jahr zum ersten Mal bei den Kulturtagen als eigene Kunstrichtung vertreten. „Vergangenes Jahr bin ich mit meinen Schülern schon auf der Eröffnungsfeier aufgetreten. Dieses Jahr darf ich das Programm gleich mit mehreren Beiträgen mitgestalten“, sagt Gerda Stockinger und freut sich.

Die Kunst- und Kulturtage 2012 finden am Wochenende des 10. und 11. November in der Stadthalle statt. Das Thema sind Begegnungen. Der Eintritt ist frei.

Mit dem neuen Kinderchor Babenhausen, kurz Kiba genannt, sorgt die 56-Jährige am Sonntag, 11. November, für einen musikalischen Mitmachnachmittag. „Das ist unser erster Auftritt in der Öffentlichkeit“, erzählt die Chorleiterin, „deshalb haben wir die Herbstferien komplett durch geübt.“ Zum Beispiel „Ich bin der Stimmakrobat“, ein Lied, bei dem sich Kinderchor und Publikum die Strophen hin- und herspielen werden. Was sie sich sonst noch ausgedacht hat, möchte Gerda Stockinger nicht verraten. Nur noch so viel: „Die Zuhörer dürfen mitmachen und spüren, wie Singen Lust und Laune macht.“

Quelle: op-online.de

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