Fußballer haben einige Problem gelöst

Germania hat sich berappelt

+
Der Löwenzahn blüht am Rande des Rasenplatzes am Ostheimer Hang. Bald bestreiten die Germania-Kicker dort wieder ihre Heimspiele in der Kreisoberliga.

Babenhausen - Nach einem Jahr voller Querelen und dem Ärger über die Streichung des städtischen Zuschusses für die Pflegearbeiten am Ostheimer Hang, blickt das neugeformte Vorstandsteam optimistisch in die Zukunft. Auch die Zahl der Mitglieder wächst wieder beständig.

2016 war eines der schwierigsten der 104 Jahre, die der SV Germania Babenhausen bereits auf dem Buckel hat. Rücktritte von Vorstandsmitgliedern, mehrere Neuwahl-anläufe, abwandernde Spieler und sogar den Antrag auf Vereinsauflösung, der aber nicht zur Abstimmung kam, machten dem Fußball-Verein vom Ostheimer Hang zu schaffen.

Inzwischen kehrt wieder Entspannung ein. Das Vorstandsteam um Tihana Posavec-Hennigs und Antonio Coppoleccia, die zusammen mit dem Ehrenvorsitzenden Hans-Jürgen Hennigs auch prominenteste Gegner der Fusion mit dem SV Sickenhofen gewesen waren, hat den Verein in ruhigeres Fahrwasser geführt. Weitere wichtige Vorstandsämter sind wieder besetzt. Mit Jugendleiterin Eva Deister ist etwa eine weitere starke Frau an der Spitze des Vereins. Die Auflösung des Pflegevertrags für das städtische Sportgelände (wir berichteten) sorgt beim Verein zwar einerseits immer noch für Unmut, hat ihn aber andererseits jedoch von einigen Pflichten entbunden. „Zwar kriegen wir für die Pflege des Geländes von der Stadt nun kein Geld mehr, müssen dafür aber auch keinen Platzwart mehr bezahlen“, sagt Coppoleccia. Das Notwendigste auf dem Areal übernähmen nun Vereinsmitglieder selbst.

Mit dem aktuellen Pächter der Gaststätte ist man nach einem zwischenzeitlichen – weniger positiven Intermezzo mit einem anderen Gastronomen – wieder zufrieden. Entgangene Einnahmen und gesparte Ausgaben hielten sich die Waage. Nach einem Minus im Vereinshaushalt Mitte des vergangenen Jahres schloss der SV Germania 2016 noch mit einem Miniplus ab. Dies ermöglichten Zuwendungen von Sponsoren und die Einnahmen aus den Herbstturnieren. „Unsere Ausgaben sind genauso überschaubar wie die Einnahmen“, geht Coppoleccia von einer nicht gerade üppigen, aber immerhin soliden näheren finanziellen Zukunft des Vereins aus.

Unentschieden zwischen Dieburg und Babenhausen: Bilder

Die zeitweise auf 165 Personen abgesackte Mitgliederzahl hat sich mittlerweile wieder auf 191 erholt. Dennoch ist der SV Germania heute deutlich kleiner als noch 2015: Vor zwei Jahren zählte der Verein noch 257 Mitglieder. In den kommenden Wochen werden die Babenhäuser jedoch unter anderem durch einige Rückkehrer vom SV Sickenhofen, wohin im vergangenen Jahr viele Spieler gewechselt waren, wohl einen Anstieg auf wieder mehr als 200 Mitglieder verbuchen. „Bei drei Spielern für unsere erste Mannschaft und fünf Spielern für unsere zweite ist das schon sicher“, sagt Coppoleccia. Bei den Aktiven wird die Germania auch in der Saison 2017/18 ein Team in der Kreisoberliga und eins in der Kreisliga D stellen. Mit beiden Trainern – Mario Moretti für die erste und Ismail Altinbas für die zweite Mannschaft – wurde verlängert. Gerade Erstmannschaftscoach Moretti wird ein breiterer Kader als in der schwierigen Vorsaison zur Verfügung stehen, wie sich nach dem Stand der derzeitigen Personalplanungen abzeichnet.

Den Ausblick bezeichnet Coppoleccia auch aus anderen Gründen als „sehr positiv“: Einerseits würden in der kommenden Spielzeit immerhin fünf Germania-Juniorenteams im Ligabetrieb mitmischen. Das F-Junioren-Team, die beiden E-Junioren-Mannschaften sowie die C-Junioren blieben dabei eigenständig; bei den D-Junioren bilde man eine Spielgemeinschaft mit dem SV Kickers Hergershausen. (jd)

Ober-Roden siegt im Derby gegen Babenhausen: Fotos

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare