Radio-Moderator führt Gäste durchs Programm

Blasorchester glänzt als Chor

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Den Zauber der Vorweihnachtszeit fingen die Musiker des TV-Blasorchesters ein, die zum Konzert aufspielten.

Hergershausen - Im Endspurt auf das Christenfest kam diese „Auszeit“ gerade recht. Am Sonntagnachmittag verzauberte das Blasorchester des TV Hergershausen sein Publikum mit einem wunderschönen Weihnachtskonzert, das vielen Facetten von Blasmusik Raum bot.

Die Veranstaltung im Advent hat Tradition, bildet seit über 40 Jahren einen musikalischen Höhepunkt. Doch es gab viel Neues, als sich die Musiker auf der Bühne des Bürgerhauses zum harmonischen Ensemble formierten. Am Taktstab war Patrick Günther zu erleben, der das Orchester seit Januar dieses Jahres leitet und die Messlatte hoch legte. Anspruchsvolle Werke, der „Kaiserin Sissi Marsch“ und der „Steeephans Polka“, legten Zeugnis ab, dass der Dirigent und Musiklehrer der Offenen Schule Babenhausen aus seinem Ensemble das Beste herauskitzeln möchte. Und in puncto Musikliteratur eigene Schwerpunkte setzt. Mit Erfolg. Die kontrastreichen Arrangements unterschiedlicher Stile wurden sehr harmonisch präsentiert, wobei einzelne Musiker virtuos Akzente zu setzen wussten. Ungewöhnlich auch, dass ein Blasorchester sich gesanglich übt, im Werk von Markus Götz „Silva Nigra“ die Instrumente sinken ließ und als Chor glänzte.

Im Auf und Ab des aus brandschutztechnischen Mängeln geschlossenen Bürgerhauses war den Vereinen in diesem Jahr viel abverlangt worden. Nun wendete sich das Blatt dank Sondergenehmigung: Im festlich dekorierten Saal durften die Konzertbesucher Platz nehmen, ein paar Feuerwehrleute genossen die „Sonderschicht“ als Sicherheitspersonal in den hinteren Reihen.

HR-Moderator Tobias Kämmerer, der in seiner Heimat Hergershausen Heimspiel hatte, führte locker-flockig von der Bühne durchs Programm. Er hatte seine „Hausaufgaben“ gemacht und lieferte mit kurzweiligen Ansagen Hintergrundwissen zu jedem Stück. Mit großer Virtuosität transportierte das Orchester die Inhalte der Arrangements: vom Plätschern des Fjords, dem Waldesrauschen über den Rossmarkt bis zurück in die 80er Jahre, aus denen man beliebten Arrangements von John Higgings Raum bot. Mit einem kleinen Gastspiel glänzte auch das Jugendorchester. Zum großen Finale setzte der neue Dirigent auf Altbewährtes und Beliebtes: Das traditionelle Weihnachtslieder-Potpourri sollte nicht fehlen. (zah)

Quelle: op-online.de

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