Gespräche in lockerer Atmosphäre

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Austausch: Beim jüngsten „Kennenlerntag“ an der Joachim-Schumann-Schule hatten Lehrer und Eltern die Gelegenheit sich kennenzulernen. Den Tag nutzte auch Mutter Ines Salzner (links) für Fragen an die Klassenlehrerin ihrer Tochter, Kirsten Mais.

Babenhausen ‐ „Kommunikation ist alles“, sagt ein Sprichwort. Lehrer und Eltern der Joachim-Schumann-Schule hatten beim sogenannten „Kennenlerntag“ die Gelegenheit sich auszutauschen. Von Michael Just

Der Dialog in lockerer Atmosphäre bei Musik sowie Kaffee und Kuchen hat an der Offenen Schule eine lange Tradition.

Der Unterschied zum Elternsprechtag ist die zwanglose und lockere Atmosphäre der Veranstaltung, bei der auch der Nachwuchs dabei sein darf. Die rund 100 Lehrer der Schule erwarteten die Eltern nicht in einem Klassenzimmer, sondern im Hof.

Dabei waren sie an ihren Namensschildern zu erkennen. „Wir machen die Veranstaltung extra so früh im Jahr, damit es nicht primär um Schüler-Leistungen geht, sondern dass Eltern und Lehrer sich kennenlernen“, so der stellvertretende Schulleiter Uwe Schimsheimer. Wie er ergänzt, werde der Tag besonders bei den unteren Jahrgängen gut angenommen.

Mit ihren Eltern ist auch die zehnjährige Janka anwesend. Mit dem Erreichen der fünften Klasse war für sie ein Wechsel der Schule von Schaafheim nach Babenhausen verbunden. „Es gefällt mir gut, ich habe keine Angst“, sagt Janka zu der neuen Umgebung. Was die Sache erleichtert ist die Tatsache, dass auch schon ihre Cousins an der Offenen Schule waren und ihr vorab berichten konnten.

Kennenlerntag ungezwungener als Elternsprechtag

„In Schaafheim gibt es natürlich weiterführende Schulen. Wir sehen an der Offenen Schule aber bessere Möglichkeiten, nicht zuletzt durch den geplanten Neubau“, so Mutter Ines Salzner. Bei der Klassenlehrerin ihrer Tochter, Kirsten Mais, hat sie schon nach kurzer Zeit jene Informationen, die ihr wichtig sind. „Ich wollte wissen, wie sich Janka gibt und ob sie sich gut eingefügt hat. Dazu möchte ich, dass die Lehrerin mir ihre Schwächen zuträgt. So weiß ich, was sie noch üben kann“, so Salzner.

Weil sie und ihr Mann berufstätig sind, lässt sie keinen Zweifel daran, dass der Schulbesuch ihrer Tochter in jeder Beziehung funktionieren muss. Das fange beim Bustransport an und gehe bis zu den Leistungen. Die Beziehung Eltern-Lehrer-Schüler sieht sie als ein Rollenspiel und als ein Dreiecksverhältnis enger Kooperation: „Das macht die Sache auch leichter für das Kind, wenn es weiß, dass die Eltern sich mit dem Lehrer verstehen und gut kommunizieren können.“

Kirsten Mais gewinnt dem Kennenlerntag nicht wenige Vorteile gegenüber dem Elternsprechtag ab: „Alles ist ungezwungener, schon deshalb, weil das Schuljahr erst vier Wochen alt ist.“ Da gehe es um die ersten Erfahrungen, aber genau diese Eindrücke seien wichtig.

Die Pädagogin wartet selten darauf, dass sie kontaktiert wird: Oft übernimmt sie selbst die Initiative, wenn sie ihre Schüler mit den dazugehörigen Eltern sieht. „Ich frage dann immer, was die Kinder zuhause erzählen“, sagt Mais. Zum einen sei das interessant, zum anderen habe man dann einen Anknüpfungspunkt, mit dem sich das Gespräch vertiefen lasse.

Quelle: op-online.de

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