Angehörige von Demenzkranken

Kraft sammeln durch Austausch

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Jeden ersten Montag im Monat, treffen sich die Teilnehmer des Angehörigen-Gesprächskreises zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch in der hiesigen Sozialstation

Babenhausen - Angehörige von Demenzkranken müssen mit einer hohen Belastung leben. Deshalb bietet die Sozialstation in Babenhausen einen Gesprächskreis an.

Mit dementen Menschen umzugehen, ist oft nicht einfach. Die Belastung für Angehörige ist hoch, private Wünsche stehen meist hinten an. Sich austauschen zu können mit anderen Betroffenen ist da sehr hilfreich und kann Mut machen. Die Sozialstation Babenhausen-Schaafheim bietet daher einen Gesprächskreis für Angehörige von demenziell erkrankten Menschen an. Christine Kolb, Pflegedienstleiterin der Sozialstation, leitet gemeinsam mit der Betreuungsfachkraft Elke Helmkamp die Gruppe. „Es ist uns ein großes Bedürfnis den Angehörigen durch dieses Hilfsangebot Gehör zu verschaffen, denn wir wissen, wie anstrengend und kräftezehrend die Pflege von Menschen mit Demenz sein kann“, erläutert Christine Kolb. „Dies geht oft an die Grenzen der psychischen und körperlichen Belastbarkeit.“

In den eineinhalb bis zwei Stunden haben die teilweise sehr stark beanspruchten Angehörigen die Gelegenheit, über ihre individuelle Pflege- und Betreuungssituation zu sprechen. Die Belastungsintensität jedes Einzelnen ist sehr unterschiedlich. Aufgrund des regen Austausches entstehen oftmals hilfreiche Ideen und Ratschläge untereinander. Aber auch einfach nur mit ebenfalls Betroffenen über die eigene Situation sprechen zu können, verschafft den Teilnehmern Verständnis und Anerkennung, aus denen sie wieder neue Kraft schöpfen können.

Vorfreude auf Treffen

Neben den Tipps von erfahrenen Gruppenleiterinnen erhalten die Teilnehmer auch stets hilfreiche Informationen rund um die Pflege und das Pflegeversicherungsgesetz. „Wir sind sehr froh über dieses Angebot der Sozialstation und freuen uns immer wieder auf die monatlichen Treffen“, so eine Teilnehmerin des Gesprächskreises. Zurzeit nehmen an der Selbsthilfegruppe, die im Sommer eingerichtet wurde, etwa zehn Personen teil. Sie treffen sich immer am ersten Montag eines Monats, jeweils von 17 bis 18.30 Uhr in der Sozialstation.

Die Gruppe ist offen gestaltet, so dass Interessierte jederzeit dazu stoßen können. Dies gilt für Angehörige aus Babenhausen und Schaafheim, aber auch Interessenten aus den Nachbargemeinden sind zu dem kostenlosen Angebot willkommen. Für diejenigen, die die Betreuung ihres Angehörigen während des Gesprächskreises nicht abdecken können, bietet die Sozialstation auch eine individuelle Betreuung zu Hause an.

Kontaktdaten: Sozialstation Babenhausen-Schaafheim gemeinnützige GmbH, Frankfurter Straße 22, Babenhausen, 06073 61615.

st

Quelle: op-online.de

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