„Gewachsene Strukturen erhalten“

Babenhausen (st) ‐ Die Bachgauschule (BGS) bekommt nach und nach Unterstützung aus den Reihen der Kommunalpolitik:

Nachdem bereits die Freien Wähler die Zusammenlegung des Oberstufengymnasiums mit der Joachim-Schumann-Schule (OSB) kritisierten, haben sich auch der FDP-Ortsverband Babenhausen sowie die schulpolitische Sprecherin der FDP-Kreistagsfraktion, Sigrid-Inge Slabon, „energisch gegen die durch den Grünen Kreisbeigeordneten Christel Fleischmann vorgesehene Zusammenlegung“ ausgesprochen.

„Ich habe bereits in der Sitzung des Schul-, Kultur- und Sportausschusses am 25. November deutlich darauf hingewiesen, dass die dem Ausschuss vorgetragene Begründung des Schuldezernenten für die im Entwurf des Schulentwicklungsplans vorgeschlagene organisatorische Zusammenlegung der beiden Schulen in keiner Weise nachvollziehbar ist“, sagt Sigrid-Inge Slabon.

Allerdings stelle diese Aussage im Schulentwicklungsplan lediglich eine Absichtserklärung dar, stellt die Liberale klar. Um die Zusammenlegung tatsächlich umzusetzen zu können, benötige der Schuldezernent in einem weiteren Schritt noch die Beschlüsse der schulischen Gremien und einen auf diese Einzelfallentscheidung hin ausgerichteten Beschluss des Kreistages. Die FDP-Fraktion im Kreistag werde einer solchen Vorlage nicht zustimmen. Slabon will die Ablehnung der FDP-Fraktion gegen diese Organisationsmaßnahme auch in der heutigen Sitzung des Schulausschusses und in der Kreistagssitzung am 13. Dezember deutlich machen.

„Wir möchten das Oberstufengymnasium und die Gesamtschule in ihrer jetzigen Form erhalten“, so Ortsverbandsvorsitzender Torsten Kind. Beide Schulen hätten gewachsene Strukturen und sind weit über Babenhausen hinaus bekannt. Dies spiegele auch die hohe Anzahl an auswärtigen Schülern wider, welche sowohl die OSB als auch die BGS besuchten. Eine noch engere Zusammenarbeit der beiden Schulen, die sich der Schuldezernent wünsche, sei auch ohne die Aufgabe der Selbstständigkeit einer der beiden Schulen zu realisieren. Das wäre allerdings eine interne Entscheidung der beiden Einrichtungen und könne nicht vom Schulträger erzwungen werden.

Die Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Kreistag, Brigitte Tesch, bemüht sich derzeit, gemeinsam mit der CDU-Fraktion rechtzeitig im Kreistag einen Änderungsantrag einzubringen, der diese Fragestellung nochmals ergebnisoffen anspricht.

Quelle: op-online.de

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