Erstes Grundstück ist weg

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Die ersten 1800 Quadratmeter sind verkauft.

Babenhausen (st) - Im neuen Gewerbegebiet „Hinter der Altdörfer Kirche 2“ werden bald die Bagger rollen, denn die Stadt hat nun das erste Grundstück an einen Handwerkerbetrieb verkauft.

Knapp 1800 Quadratmeter umfasst die Fläche, die dem Bauunternehmen Schreier-Bau aus Sickenhofen deutliche Erweiterungsmöglichkeiten bietet. Alexander Schreier ist seit 1996 hauptberuflich in der Baubranche tätig und bietet alles rund um den Hausbau an. Vom klassischen Rohbau, wie etwa der Neubau eines Eigenheimes, eine Aufstockung oder einen Umbau, sowie die Erstellung von Lager- und Verkaufshallen, bis hin zur Sanierung von Häusern und Hallen. Das Unternehmen leidet seit Längerem an Platzmangel; die Auftragslage ist gut, die Mitarbeiterzahl auf zwölf Beschäftigte angewachsen. Deshalb hatte sich Schreier gemeinsam mit Ehefrau Ulrike „nach einem kundenfreundlichen Standort umgeschaut, an dem Büro und Lagerhalle gemeinsam Platz haben“, wie es aus dem Rathaus dazu heißt. Die Planung des firmeninternen Bauvorhabens liegt bei Architekt Dipl.-Ing. Roland Beetz aus Altheim/Münster, der seit Jahren in viele Projekte einbezogen wird.

Wegen „der attraktiven Lage des Gewerbegebiets, das von der B26 aus gut angedient werden kann“, soll noch ein weiteres Büro errichtet werden, das für Dienstleister wie Steuer- oder Anwaltsbüros oder auch für eine Praxis aus dem Gesundheitsbereich gut geeignet ist.

Kleines Gewerbegebiet Hinter der Altdörfer Kirche

„Unsere kürzlich durchgeführte Unternehmensbefragung hatte bestätigt, dass Babenhäuser Firmen vor allem Gewerbegrundstücke für Erweiterungs- und Entwicklungschancen vermissen“, so Bürgermeisterin Gabi Coutandin. „ Das kleine Gewerbegebiet Hinter der Altdörfer Kirche bietet nun solche Flächen an. Dank des verträglichen Grundstückspreises können sich auch kleinere Unternehmen leisten, an diesem Standort neu zu investieren und ihren Betrieb marktgerechter zu positionieren und auszubauen.“ Mit zwei weiteren Interessenten würden derzeit Verhandlungen geführt. „Eine Beurkundung steht unmittelbar bevor“, sagte Coutandin auf Anfrage unserer Zeitung. Alles in allem umfasst das Gelände 12.000 Quadratmeter.

In der Stadtverordnetenversammlung vom Mai 2010 hatten CDU und Grüne den Grundstückswert im Gewerbegebiet „Hinter der Altdörfer Kirche, Teil 2“ auf 100 Euro pro Quadratmeter festgelegt, wie er dem Richtwert entspricht. In einem Antrag des Magistrats zur Festlegung des Verkaufspreises und zur Vergabepraxis der betroffenen Grundstücke hatte Bürgermeisterin Gabi Coutandin seinerzeit für einen Preis von 90 Euro pro Quadratmeter geworben. Nach der Kommunalwahl im März 2011 hatte die „Allianz“ den Beschluss wieder kassiert und beschlossen, die Parzellen erschwinglicher zu machen, um mehr Interessenten anzulocken. Außerdem, so die Argumentation, sei das Gelände ein Gewerbegebiet „aus der zweiten Reihe“. Darüber hinaus läuft noch ein Kanal durch das Gebiet. Die Nachbarkommunen, etwa Münster, würden ihr Gelände auch günstiger abgeben.

CDU und Grünen hatten befürchtet, dass auch bei 15 Euro weniger pro Quadratmeter der Ansturm ausbleiben werde und man es bei den Richtwerten belassen sollte.

Quelle: op-online.de

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