Wünsche steigen nach oben

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Nach dem gemeinsamen Gottesdienst schickten die Abgänger zusammen mit Pfarrerin Ruth Selzer-Breuninger (Mitte) an gasgefüllten Ballons ihre Wünsche in den blauen Babenhäuser Mittagshimmel.

Babenhausen - Schumann-Schüler kommen im Gottesdienst noch einmal zusammen: „Das Leben besteht nicht nur aus Aspekten von Leistung“. Von Jens Dörr 

Mit einem für alle Konfessionen offenen Gottesdienst haben sich gestern Mittag die meisten Abgänger der Babenhäuser Joachim-Schumann-Schule ein weiteres Stück von dem hinter ihnen liegenden Lebensabschnitt verabschiedet. In der evangelischen Stadtkirche St. Nikolaus am Marktplatz gaben den jungen Frauen und Männern zunächst Pfarrerin Ruth Selzer-Breuninger sowie einige Mitschüler ihre Wünsche mit auf den Weg. Anschließend schickten die Abgänger ihre eigenen Zukunftshoffnungen an Luftballons hängend in den strahlend blauen Babenhäuser Himmel.

„Glück“ und „Erfolg“ waren Worte, die sowohl im Gotteshaus immer wieder fielen als auch auf den Karten landeten. „Wir denken auch an diejenigen, die bleiben - an Schüler und Lehrer“, formulierten es einige Abgänger im Gottesdienst, zu dem auch ohne Anwesenheitspflicht rund drei Viertel der 150 Schüler, die die Bildungsstätte in Kürze endgültig verlassen werden, gekommen waren. Auffällig: Während sich viele Abgängerinnen untereinander austauschten, was sie auf ihren Karten auf die Luftreise schicken sollten, notierten die jungen Männer ihre Wünsche meist für sich. Neben Glück und Erfolg für sich selbst und andere schrieb der ein oder andere auch etwas auf, um das - mutmaßlich - erst im späteren Lebensabschnitt häufiger gebeten wird: Gesundheit.

Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus

Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus

Nach dem Abflug der Ballons, die Gasfüllung und Windböen rasch außer Sichtweite trugen, schlug Selzer-Breuninger besinnliche Töne an. Sie erinnerte an das Thema „Lebe deinen Traum“, unter dem eins der letzten Zusammentreffen der 15-, 16-jährigen Schüler gestanden hatte. „Es ist wichtig, die eigenen Träume zu formulieren, aber auch zu überdenken“, sagte sie. Man müsse sich darüber klar werden, was wirklich wichtig sei. Dazu gehörten „Frieden und das gemeinsame Überleben auf diesem Planeten“. Die Pfarrerin hob hervor: „Das Leben besteht nicht nur aus Leistungsaspekten.“ Zudem sei der Glaube in „Übergangszeiten“ wie jener, die die andernorts weiter zur Schule gehenden oder eine Ausbildung beginnenden Schumann-Schüler momentan überlebten, besonders hilfreich.

Quelle: op-online.de

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