„Größeres geht nur gemeinsam“

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Rund 100 Sänger folgten der Einladung zum Dekanatschortreffen nach Babenhausen.

Babenhausen - Aus acht Kirchengemeinden – genauer gesagt aus Babenhausen, Langstadt, Altheim-Harpertshausen, Groß-Umstadt, Richen, Wiebelsbach-Heubach, Habitzheim und Hering-Hassenroth - stammten die Sänger, die zum Chortreffen des evangelischen Dekanats Groß-Umstadt nach Babenhausen kamen. Von Michael Just

Zuerst stand ein Austausch in der Stadthalle bei Kaffee und Kuchen an.

Im Anschluss folgte in der Stadtkirche unter der Leitung von Pfarrer Frank Fuchs noch ein gemeinsamer Dankgottesdienst, für den alle Chöre im Vorfeld bereits diverse Lieder einstudiert hatten. In der Stadthalle wurden diese nach dem Kaffeetrinken abgestimmt und eingesungen.

Wie Dekanatschorleiterin Eva Wolf sagte, soll das Treffen neben dem Gotteslob vor allem Mut machen: „Die Chöre werden von Jahr zu Jahr kleiner und haben einen immer schwereren Stand.“ Da sei es ermutigend zu sehen, dass andere Menschen das gleiche Hobby haben. Derzeit ließe sich ohnehin nur noch gemeinsam etwas Größeres auf die Beine stellen: „In der Regel sind die meisten Chöre bei den Proben gerademal zehn bis 15 Mitglieder gewohnt. Wenn dann wie heute 100 Sänger zusammen kommen, klingt das schon ganz anders“, weiß Wolf, die bedauert, dass das Altersproblem immer evidenter wird: „Die meisten Chöre sind miteinander alt geworden und jetzt nur sehr schwer zu verjüngen.“

Die große Menge an Sängern nutzte die Groß-Umstädterin zu Variationszwecken: So waren die Kirchenbänke nicht nach der Herkunft der Chöre, sondern in die verschiedenen Stimmlagen unterteilt.

Das Dekanatschortreffen findet alle zwei Jahre an einem anderen Ort statt. Dazwischen gibt es weitere Singtage auf Landes- oder Probsteiebene. „Wenn man will, kann man sich schon öfters sehen“, sagt Wolf. Dennoch sei der Wandel auf allen Ebenen spürbar: So gebe es Nachbardekanate, wo ein Dekanatschortreffen schon seit Jahren nicht mehr zustande kommt. Mit der baldigen Vereinigung der beiden Dekanate Reinheim und Groß-Umstadt erhofft sich Wolf nicht zuletzt einen Schub in eigener Sache: „Dann haben wir vielleicht auch wieder ein paar Sänger mehr.“

Quelle: op-online.de

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