Grünes Licht für Verkauf der Kaserne

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Das Kasernengelände in Babenhausen.

Babenhausen - Die Stadtverordnetenversammlung hat der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) grünes Licht für den Verkauf des Kasernenareals gegeben und das Vergabeverfahren festgelegt. Von Stefan Scharkopf

Da sich die Rathauspolitiker in dieser Sache parteiübergreifend einig sind, es eigentlich eine Formalität war, wurde der Tagesordnungspunkt am Donnerstagabend ohne viel Federlesens abgehandelt. Einstimmig votierten die Mandatsträger für die Magistratsvorlage.

Danach gewährleistet die Bima als Besitzerin des Kasernengeländes, dass die Qualitätsziele, der beschlossene Rahmenplan und anderweitig abgestimmte Planungsvorgaben die Grundlagen für die Angebote der Bieter sein sollen. Die Stadt will vor dem Verkauf mit den Investoren über ihre konkreten Anforderungen, sei es in planerischer oder wirtschaftlicher Hinsicht, verhandeln können. Dementsprechend soll das ehemalige Militärareal nur an Investoren verkauft werden, die diese Planungsziele akzeptieren und deren Umsetzung garantieren können. Das Ganze soll natürlich vertraglich abgesichert werden.

Auszeichnung für nachhaltiges Bauen

Bürgermeisterin Gabi Coutandin brachte dem Parlament und damit der Öffentlichkeit gute Kunde von der Münchner Immobilienmesse Expo Real mit, auf der die Kaserne beworben wurde. Die Stadt erhielt als bundesweites Vorzeigeprojekt eine Auszeichnung in Silber von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen für die „vorbildliche Rahmenplanung für das Konversionsgelände“. Die Bima macht sich nun an die europaweite Ausschreibung, womöglich stellt sich schon Anfang November der erste Investor vor.

Den Verkauf des Areals begleitet die Kommission Kaserne. Sie besteht aus acht Mitgliedern, die aus den Fraktionen stammen. CDU und SPD entsenden je zwei Parlamentarier in die Kommission, Grüne, FWB, FDP und „Bürger“ je einen. Hinzu kommen drei sogenannte sachkundige Bürger aus den Reihen der Offenen Schule, des TVB und des Gewerbevereins. Um die Zahl der Eingeweihten möglichst klein zu halten – in der Kommission soll es auch um Verkaufspreise gehen – hat der Magistrat vorgesehen, dass es keine Stellvertreter geben soll. Das rief die Kritik der Grünen hervor. Da die Ökopartei anders als die beiden Einzelkämpferinnen von FDP und „Bürgern“ Fraktionsstatus habe und auch weitere Kommissionsmitglieder aufbieten könne, müsse man ihnen einen Stellvertreter zugestehen, sagte Frank Ludwig Diehl. Er befürchtet, dass seine Partei sonst vom Informationsfluss abgeschnitten wird, wenn ihr Mitglied nicht an der Sitzung teilnehmen kann. Bei CDU und SPD sei es weniger dramatisch, da sie ja zwei Sitze haben. Kommende Woche wird sich nun der Magistrat noch Mal mit diesem Thema beschäftigen und entscheiden, ob Stellvertreter benannt werden dürfen.

Quelle: op-online.de

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