SCHWIMMBAD Schaafheim öffnet am 1. Juli / Harpertshausen wartet auf die Genehmigung

Nur mit Gummiband ins Becken

Ruhe vor dem ersten Ansturm: Das Freibad in Schaafheim.
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Ruhe vor dem ersten Ansturm: Das Freibad in Schaafheim.

VON NORMAN KÖRTGE.

Schaafheim/Harpertshausen –Auch wenn Wettervorhersagen über mehrere Tage hinweg mit Vorsicht zu genießen sind – der Mittwoch kommender Woche soll sehr sonnig und heiß werden. Ein idealer Tag, um ins erfrischende Nass der Freibäder zu springen. Denn am 1. Juli soll nicht nur, wie berichtet, das Babenhäuser Schwimmbad die Corona-Saison eröffnen, sondern auch im benachbarten Schaafheim.

„Vieles wird anders als gewohnt ablaufen. Ich bin jedoch froh, dass wir unser Freibad öffnen können und somit – auch gerade in den Ferien – eine Urlaubsalternative bieten“, berichtet Schaafheims Bürgermeister Reinhold Hehmann. Um die Besucherströme zu kanalisieren, werden Zeitkarten im Zweischichtbetrieb für jeweils 500 Personen angeboten. Von 9.30 bis 14 Uhr und von 15 Uhr bis 19.30 Uhr kann geschwommen und geplanscht werden. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Gemeindevertretung belaufen sich die Eintrittspreise für Erwachsene auf 3,50 Euro und für Kinder und Jugendliche auf zwei Euro. Die Eintrittskasse wird besetzt. Ob Online-Tickets gekauft werden können, stehe noch nicht fest, so Hehmann.

Fürs Schwimmen und Planschen gilt folgende Vorgehensweise: 130 Personen dürfen sich im Wasser aufhalten. Wer ins Wasser geht, nimmt sich ein desinfiziertes Gummiband und gibt dieses nach Verlassen des Wassers wieder zurück. Ist kein Gummiband mehr da, muss erst einmal gewartet werden. Auf der Liegewiese, am Kiosk oder auch bei Eintritt in das Bad gelten die allseits bekannten Abstands- und Kontaktgebote.

Wann das vom Harpertshäuser Verein Blau-Weiss betriebene kleine Schwimmbad die Freibadsaison einläuten kann, steht hingegen noch nicht fest. Wie Vorsitzender Arne Pätzold auf Anfrage berichtet, habe der Verein Ende vergangener Woche ein Hygiene- und Zugangskonzept erarbeitet und bei der Stadt eingereicht. Diese ist Eigentümerin des Schwimmbades – bestehend aus einem Becken – im kleinsten Babenhäuser Stadtteil und muss zusammen mit dem Gesundheitsamt eine Freigabe erteilen.

Das Blau-Weiss-Konzept sieht für seine Vereinsmitglieder, nur sie dürfen ins Freibad, folgendes vor: Über einen Internetanbieter werden verfügbare Zeitslots – Grundvoraussetzung in Harpertshausen ist, dass eine eingewiesene Aufsichtsperson vor Ort ist – von jeweils zwei Stunden angezeigt und sind dann buchbar. Maximal dürfen sich zehn Badegäste und eine Aufsichtsperson gleichzeitig auf dem Schwimmbadgelände aufhalten. Umkleiden, Toiletten und der Gemeinschaftsraum bleiben geschlossen. Außerdem werden die Kontaktinformationen von allen Badegästen erfasst und vier Wochen aufgehoben, um sie im Falle eines konkreten Corona-Verdachtes an das Gesundheitsamt weitergeben zu können.

Nachdem eine Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung im vergangenen Jahr den Betriebskostenzuschuss in Höhe von 8 000 Euro für den Verein ab 2021 gestrichen hat, ist der Verein nach wie vor auf der Suche, eine Lösung für die Finanzlücke zu finden. Für das kommende Jahr zeichnet sich aber erst einmal eine Lösung ab, wie Pätzold berichten kann. Demnach habe es nach Gesprächen zwischen Bürgermeister Joachim Knoke und Landrat Klaus Peter Schellhaas die Zusage gegeben, dass es zumindest für das nächste Jahr einen Betriebskostenzuschuss geben werde und der Verein nicht an sein eigenes Kapital gehen muss. Das habe dem Vereinsvorstand etwas mehr Zeit verschafft, um einen längerfristigen und nachhaltigen Plan ausarbeiten zu können, damit das liebevoll genannte „Schwimmbädchen“ nicht schließen muss.

Quelle: op-online.de

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