Gutes Malzaroma und Heimat-Verbundenheit

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Von der Michelsbräu kommt im März das „Bier des Monats“, das vom ProBier-Club gekürt wird. Unser Bild zeigt von links Matthias Kliemt, Frank Winkel, Catherine von Schoen sowie den technischen Produktionsleiter der Michelsbräu, Oliver Selzer.

Babenhausen ‐ „Hopfen und Malz – Gott erhalt‘s“ - Der Spruch, der in Bayern immer wieder in die Gebete einfließt, gilt oft jenen Bieren, die sich besonderer Beliebtheit oder Klasse erfreuen. Von Michael Just

Ein „ausgezeichnetes“ Bier in doppelter Hinsicht kommt nun auch aus Babenhausen: Die „Michelsbräu Hexe“, die ihre Verbundenheit zur Heimatstadt im Namen und im Etikett zeigt, wurde von der Vereinigung des „ProBier-Club“ zum Bier des Monats März gewählt. Am gestrigen Morgen reisten die Gründer des Clubs, Matthias Kliemt und Frank Winkel, extra aus Dortmund an, um die Urkunde für diese Bierspezialität an Geschäftsführerin Catherine von Schoen zu übergeben.

„Es ist das gute Malzaroma, das man rausschmeckt. Dazu ist unverkennbar, dass hier beim Brauen noch Wert auf Qualität gelegt wird“, begründete Klimt die Entscheidung der rund 15 Köpfe im Club, die monatlich über die preisgekrönten Gerstensäfte entscheiden. Wie von Schoen sagte, komme der Erfolg nicht von ungefähr, schließlich könne man auf 300 Jahre Brautradition in der 12. Generation blicken.

ProBier-Club wurde 1998 gegründet

Sie nannte es eine tolle Vorstellung, dass nun eine vierstellige Zahl an „Verwöhnpaketen“, die der Club monatlich an seine Mitglieder in ganz Deutschland und auch ins Ausland - wie etwa nach Österreich Dänemark oder Schweden - verschickt, Michelsbräu-Flaschen enthalten. Bürgermeisterin Gabi Coutandin freute sich ebenfalls über die Auszeichnung: „Sie beweist einmal mehr die Qualitätssicherung, die derzeit an vielen Stellen in unserer Stadt sichtbar wird.“

Der ProBier-Club wurde 1998 von Matthias Kliemt und Frank Winkel in Dortmund gegründet. Hintergrund war die Liebe zum Kultgetränk und die Suche nach neuen Bierspezialitäten. So entstand die Idee, aus den über 7 000 verschiedenen Biermarken in Deutschland, die aus 1 300 Braustätten kommen, eine monatliche Auswahl an Bierfreunde zu verschicken. Derzeit zählt man bereits weltweit über 6 000 Mitglieder.

Biere weniger weniger filtriert

Mittlerweile ist der Club eine feste Institution, auch weil man sich gegen das Brauereisterben einsetzt. Der Verband Privater Brauereien übernahm bereits die Schirmherrschaft und vom Bayerischen Brauerbund gab es eine Auszeichnung. Auch prominente Mitglieder wie Reiner Calmund oder TV-Koch Horst Lichter gehören dem Club an. Mit dem „Bier des Monats“ soll der Konsument auf die einzigartige Bierlandschaft in Deutschland hingewiesen und vor allem kleine Brauereien gefördert werden.

„Im Gegensatz zu geschmacksneutralen Industrie-Bieren der großen Konzerne liegen hier noch Vielfalt und eigene Noten vor“, so Kliemt. Da die Biere nicht durch die halbe Nation transportiert werden, würden sie zudem weniger filtriert und damit frischer schmecken. So liege kein Durst-, sondern ein Genussgetränk vor, das zudem regionale Arbeitsplätze im Mittelstand sichert. Mittlerweile kann Kliemt, der eigentlich Raumordnung studiert hat, mit seinem Gründerkollegen vom Club und den vielfältigen Repräsentationsaufgaben leben. Nach Babenhausen ging es für die zwei gleich weiter zur Alpirsbacher Brauerei ins Allgäu. „Wir sind nur noch Bier“, beschreibt Kliemt treffend, wie der erfolgreiche Internet-Auftritt sein Leben verändert hat.

Quelle: op-online.de

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