Beim Blutmond ausgesperrt

Kerbmudder berichtet nach dem Umzug über Kurioses

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Kerbmudder Larissa Dreizehner (mit Zylinder) und die Kerbburschen und -mädchen mit ihrem Wagen vor dem Start des kleinen Umzugs durch Harpertshausen. 

Harpertshausen - Ein echter Partymarathon, der den Beteiligten einiges abverlangte, sorgte für ausgelassenes Leben im kleinsten Stadtteil. Von Freitag bis Dienstag feierten die Harpertshäuser ihre Kerb. Von Petra Grimm

Die Eröffnung mit dem Bieranstich und das Ende der Kirchweih durch Verbrennen liegt in Harpertshausen traditionell in den organisatorischen Händen der Freiwilligen Feuerwehr. Die drei Tage dazwischen ist der Ortsverein des DRK gefordert, für Unterhaltung, Speis und Trank zu sorgen.

Etwa 50 Helfer hatte Hannelore Lehr vom Roten Kreuz für die zahlreichen Schichten wieder eingeteilt. Die Mobilisierung ausreichend Freiwilliger für die Veranstaltungen über die Kerbtage funktioniere noch ganz gut, sagte der DRK-Vorsitzende Karsten Kratz, der beim bunten Umzug am Sonntagnachmittag bei den „Skifreunden Harpertshausen“ mitlief. Die verteilten kleine, weiße Marshmallows. Schneebälle waren zum Glück noch keine zur Hand. Im Gegenteil – die Zuschauer feierten am Straßenrand bei sonnigem Spätsommerwetter. Traditionsgemäß eröffnet wurde die kleine, fröhliche Parade durch den Ort mit lauten Schüssen aus einer Schreckschusspistole durch Ortsvorsteherin Martina Seuß. Dann übernahm Kerbmudder Larissa Dreizehner (17), begleitet von Kerbmädchen Alina Lamsbach, die Führung. Mit der historischen Glocke in der Hand, die früher dem „Schellekall“ gehörte, und dem langen Metermaß, mit dem die vergrabene Kerb gesucht wird, lief sie vor dem ersten Wagen mit den Kerbburschen und -mädchen und dem bunten Kerbstrauß.

Bilder von der Kerb in Eppertshausen

Nach dem Umzug, an dem sich außerdem die Jugendfeuerwehr, das Männerballett die „Glorreichen Acht“, die „Skifreunde“, die Ex-Kerbburschen „Kojoten“ und die Ex-Kerbburschen von 1983 beteiligten, sorgte der von Larissa Dreizehner selbst verfasste Kerbspruch für Gelächter am DRK-Heim. So erntete ein Pärchen Spott, das beim romantischen Betrachten des Blutmondes zu zweit auf dem Balkon von den elektrischen Rollläden, die unaufgefordert heruntergingen, aus der Wohnung ausgesperrt wurde. Auch die Geschichte über eine Harpertshäuserin, die sich trotz Navi in Babenhausen nicht zurechtfand, weil sie am Start ihrer Tour in der Innenstadt eigentlich schon am Ziel stand, kam gut an beim Publikum. Am Montag lockte noch der Frühschoppen und gestern Abend war mit dem Verbrennen der Kerb wieder alles vorbei.

Quelle: op-online.de

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