Leistungsbilanz der Floriansjünger

„So funktioniert die Jugendwehr“

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Eine Erfolgsbilanz wurde für die Jugendwehren im Kreis in Harreshausen gezogen.

Babenhausen - Unter dem Motto „Zukunftsschmiede Jugendfeuerwehr“ trafen sich Vertreter aus Wehren, übergeordneten Gremien, Politiker, Menschen aus der Führungsetage der Florianjünger und Feuerwehrnachwuchs zur Delegiertenversammlung der Kreisjugendfeuerwehr in Harreshausen. Von Ursula Friedrich 

Trotz Internet, Facebook, geburtenschwacher Jahrgänge und einer ungeheuren Fülle an Freizeitangeboten für junge Leute ist es kein Sorgenkind: Das Engagement in den 69 Jugendfeuerwehren des Landkreises. 1071 junge Menschen, 836 Jungen und 235 Mädchen, gehören den Nachwuchswehren an. Diese Zahlen präsentierten die Verantwortlichen im Babenhäuser Ortsteil. Mit dem Titel „Feuer und Flamme für die Jugendfeuerwehr“ hat die Kreisjugendwehr nicht nur ein eigenes Magazin publiziert, sondern eine gute Leitlinie für die Jugendarbeit gefunden. „Die Förderung der Jugendarbeit ist weiterhin unsere größte Aufgabe“, sagte Kreisbrandinspektor Ralph Stühling in seiner Rede. Ein aufwändiges Unterfangen, dass ihn, primär jedoch auch die 15 Mitglieder der Kreisjugendfeuerwehrleitung nahezu täglich fordert. Dies bedeutet eine Verdopplung der Arbeit in den vergangenen zehn Jahren.

Der ausführliche Jahresbericht von Kreisjugendfeuerwehrwart Manuel Feick glich einer Leistungsbilanz. 78 junge Menschen wurden 2013 aus den Jugendwehren in die Einsatzabteilungen der 69 Wehren übernommen. Während in vielen Landkreisen ein Nachwuchsproblem zu beklagen ist (in Hessen gingen die Mitgliederzahlen in den Jugendwehren allein 2012 um 1000 Mitglieder zurück), bleiben die Zahlen im Landkreis seit sechs Jahren konstant. Obwohl: 191 Neueintritte 2013 und 141 Austritte – so die Statistik – eine gewisse Fluktuation implizieren. Mit dieser Personalausstattung auf Jugendebene könnten im Fall eine größeren Katastrophe 119 Löschfahrzeuge der Typen 16 und 20 bestückt werden.

„So funktioniert der Geist der Feuerwehr“

Für einen Rekord sorgten Ausbilder und Betreuer: Mit 244 Anmeldungen sorgten sie bei den 30 angebotenen Lehrgängen im Vorjahr für einen neuen Teilnehmerrekord. Beeindruckend war außerdem die Teilnahme am ersten Kindeswohl-Lauf der Jugendwehren: 900 Kinder und Jugendliche nahmen bei diesem Staffelwettbewerb quer durch den Landkreis teil. „Auf dem richtigen Weg mit den richtigen Ideen und Rezepten“, bescheinigte Landrat Klaus Peter Schellhaas der Kreisjugendwehr in einer flammenden Rede: „Ich bin stolz: So funktioniert der Geist der Feuerwehr.“

Welchen Stellenwert die Arbeit der Feuerwehren in der Zukuftsschmiede Jugendfeuerwehr hat, demonstrierten Politiker der großen Volksparteien, die aus Berlin, Wiesbaden und dem Kreistag anreisten, mit ihrem Besuch. In ganz neuer Mission waren die Vertreter der fünf Jugendwehren Babenhausens am Start: Sie bewirteten mehrere hundert Gäste an diesem Nachmittag. Mit einem erfrischenden Grußwort sorgte ein Gast für heitere Mienen, der eine lange Anfahrt nicht gescheut hatte: Enrico Stritzl, Kreisjugendfeuerwehrwart Zwickauer Land und Repräsentant einen jungen, jedoch intensiven Freundschaft. Im Vorjahr verschwisterten sich die beiden Kreisjugendwehren, „menschlich und fachlich eine Erfolgsgeschichte“, so Manuel Feick.

Feuerwehr und Katastrophenschutz im Einsatz

Feuerwehr und Katastrophenschutz im Einsatz 

Er ist mit seiner Mannschaft in diesem Jahr in besonderer Weise gefordert. Als i-Tüpfelchen moderner, qualifizierter Jugendarbeit in den Feuerwehren wird am 27. September erstmals eine Übung aller Jugendwehren veranstaltet. In Ober-Ramstadt werden rund 1000 Kinder und Jugendliche auf dem Werksgelände des Unternehmens DAW zum gemeinsamen Einsatz erwartet.

Quelle: op-online.de

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