Festival „Deine Schule auf der Bühne“: Musiker dürstet es nach Live-Auftritten.

Mal harter Rock, mal Balladen

Zum ersten „Schulbandfestival“ kamen fünf Schulbands aus dem Kreis im BDP-Café in Babenhausen zusammen. Unter dem Titel „Deine Schule auf der Bühne“ wurden zahlreiche gecoverte Rocksongs gespielt (auf dem Bild die Gruppe „Mirror“), aber auch selbst geschriebene Balladen standen auf dem Programm.

Babenhausen - „Die Sache hier ist kein Contest, bei dem man wie derzeit überall voten muss. Da wollen alle gewinnen und jeder ist nervös. Darauf haben wir überhaupt keine Lust“, sagt Lars Richter von der Kinder-und Jugendförderung des Landkreises. Vielmehr gehe es um Vernetzung und darum, die Musikkultur im Kreis zu stärken.

Zudem möchte man den Jugendlichen die Chance geben, zu schauen, was sie von anderen Bands mitnehmen und lernen können.

Am Sonntagabend fand im Jugendcafé des BDP (Bund Deutscher Pfadfinder) Babenhausen das erste „Schulbandfestival“ statt. Unter dem Titel „Deine Schule auf der Bühne“ wurde das Pilotprojekt von Kreis-Jugendförderung gehört, BDP und Offener Schule initiiert.

„Als wir kürzlich die Anfrage für ein Schulbandfestival bekamen, haben wir die Sache sofort in die Wege geleitet. Sie passt zu den vielen Camps und Seminaren, die wir zu den Themen Musik und Medien anbieten“, erzählt Richter. Laut dem Sozialpädagogen ist es ein offenes Geheimnis, dass die meisten Schulbands gerne öfters live spielen würden. Die meisten hätten aber nur wenige Gelegenheiten zum Auftritt. Gespielt werde deshalb meist nur auf dem Abschlussfest der eigenen Schule oder mal im örtlichen JUZ. „Mit dem Schulbandfestival wollen wir die nächste Ebene schaffen: Raus aus dem Ort“, bringt der 36-Jährige das Hauptanliegen auf den Punkt. Vor allem der Ostkreis habe Unterstützung nötig: Ergebe sich durch den städtischen Charakter im Großraum Darmstadt noch die eine andere Auftrittsmöglichkeit für Schulbands, sehe es damit im Ostkreis eher düster aus.

Dass es im Landkreis eine ganze Reihe von Schulbands gibt, die darauf warten, mit ihrer Musik verstärkt an die Öffentlichkeit zu treten, ist beim Jugendbildungswerk bekannt. „Deshalb wollten wir eigentlich gleich mit einem Open-Air-Festival in Reinheim und einer Vielzahl von Bands einsteigen“, erzählt Richter. Bedauerlicherweise sei dies aber aus organisatorischen Gründen nicht zustande gekommen. Den Termin habe man aber gehalten und mit dem BDP eine abgespeckte Ersatzlösung als „Indoor-Event“ gefunden. Wie Richter sagt, seien die Kontakte zu den Lehrern, die die Schulbands betreuen, gut. So gehe er fest davon aus, dass weitere Festival - dann vielleicht auch als Open-Air - kommen.

Am Sonntagabend traten insgesamt fünf Bands von vier Schulen auf. Auf der Bühne standen Psycho Dudes (Groß-Zimmern), Lay Down (Reinheim), Funk Fragen (Groß-Umstadt) sowie Mirror und PD 14 (beide aus Babenhausen). Jede Band hatte eine halbe Stunde Zeit, ihre musikalische Visitenkarte abzugeben. Einen besonderen Eindruck hinterließen PD 14: Die Babenhäuser Gruppe stand nicht nur mit acht Sängerinnen auf der Bühne, sondern präsentierte auch selbst getextete und komponierte Stücke mit Titeln wie „Last Time“, „Herzstück“ und „Zueinander stehen“. Alle Balladen beinhalten persönliche Geschichten: In einem Stück besingt Corinna Kulas (16) das Verhältnis zu ihrem besten Freund, in einem anderen Nadja Schnatz (16) den Verlust ihres Großvater, den sie nach seinem Tod schmerzvoll vermisst.

Quelle: op-online.de

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