„Du hast es redlich verdient“

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Kreisbeigeordneter Christel Fleischmann überreichte Helmut Fendt den Landesehrenbrief, Gattin Angelika bekam ein Strauß Blumen in den Farben des DRK (von links).

Babenhausen - „Der Mann, der nicht nein sagen kann“, „Tausendsassa“ oder „Glücksfall für die Stadt“. So lauteten nur einige der Superlative, die die Redner am Pult Helmut Fendt zugedacht hatten.  Von Stefan Scharkopf

Die Liste der Laudatoren reichte dabei von dessen früherem Lehrer Adolf Breitmeier, der aktuellen Bürgermeisterin Gabi Coutandin und ihrer Amtsvorgänger, Vertretern vieler Vereine bis zum Kreisbeigeordneten Christel Fleischmann. Der Vertreter des Landrats war in den kleinen Saal der Stadthalle gekommen, um dem unermüdlichen Babenhäuser den Ehrenbrief des Landes Hessen zu überreichen und eine Nadel ans Revers zu heften.

Fendt, den man in den kälteren Monaten stets mit einem großen Hut auf dem Kopf durch die Stadt gehen sieht, engagiert sich in herausragender Weise ehrenamtlich und gilt damit als gesellschaftliches Vorbild – auch über die Grenzen Babenhausens hinaus.

Bereits 1973 wurde Fendt Leiter des Jugendrotkreuzes in Babenhausen und war bis 1984 in dieser Funktion tätig. Von 1982 bis 1986 war er Bereitschaftsleiter beim Deutschen Roten Kreuz und seit 1986 ist er dort der erste Vorsitzende. Aufgrund seiner Initiative ist 1973 der Babenhäuser Weihnachtsmarkt unter der Federführung des Jugendrotkreuz ins Leben gerufen worden. Bis heute erfreut sich der von Fendt organisierte Weihnachtsmarkt großer Beliebtheit, der mittlerweile unter dem Dach des DRK stattfindet.

Ein Organisationstalent- zur Freude der Babenhäuser

Ein weiteres Aktionsfeld ist für Helmut Fendt das Gremium der Babenhäuser Vereine, wo er von 1980 bis 2008 die Funktion des zweiten Vorsitzenden bekleidete und heute Vorsitzender ist. Auch hier setzt er sein Organisationstalent zur Freude vieler Babenhäuser ein, indem er bereits seit 1980 maßgeblich das viel besuchte Altstadtfest plant und durchführt.

Für den Karneval schlägt das Herz von Helmut Fendt seit Jahrzehnten. Im Carnevalverein war er als Rechner tätig, übernahm 26 Jahre die Aufgaben des Zugmarschalls und war für die Logistik des Faschingsumzugs zuständig. Seit 1980 ist er im Komitee des CVB zweiter Rechner und erledigt als Pressewart die Öffentlichkeitsarbeit.

Außerdem ist Fendt seit 20 Jahren Vorstandsmitglied im Gewerbeverein Babenhausen. Von hier ging auch seine Initiative für den Ostermarkt aus, der seit Anfang der 90er Jahre regelmäßig stattfindet und mittlerweile den gesamten Innenstadtbereich von Babenhausen ausfüllt. Auch ist das Wein- und Spargelfest stets gut besucht, das er seit fünf Jahren organisiert.

2002: Die Ehrennadel der Stadt Babenhausen in Gold

Nicht zuletzt ist Helmut Fendt seit 20 Jahren im Verein der Schausteller, Markt- und Messereisenden Hanau/ Main-Kinzig-Kreis engagiert und vertritt seinen Verein als Delegierter bei den Tagungen des Deutschen Schaustellerverbandes. Bereits im Jahr 2002 wurde Helmut Fendt die Ehrennadel der Stadt Babenhausen in Gold verliehen.

So viel Engagement zieht natürlich viel Lob nach sich. DRK-Ehrenvorsitzender Heinz Willand sagte: „Helmut, du hast die Auszeichnung redlich verdient.“ Für Bürgermeisterin Gabi Coutandin ist Fendt auch ein Gewinn für das Image der Stadt. „Wer sich engagiert, gewinnt und kann etwas ändern. Auch zum Wohl einer Stadt. Wer nichts macht, ändert eben auch nichts.“ Helmut Fendt habe mit seinem Wirken ein Zeichen gesetzt gegen soziale Kälte und Gleichgültigkeit.

Schon in der Schulzeit war dein soziales Engagement zu spüren“, sagte der frühere Lehrer Adolf Breitmeier, „du bist ein Vorbild und Förderer der Stadt. Und das Besondere ist, dass es für dich nichts Besonderes ist.“

Blumen gab es für die Gattin des Geehrten, Angelika Fendt, eingedenk der Tatsache, dass gesellschaftliches Engagement nur dann funktioniert, wenn auch der Partner mitzieht.

Und was sagt Fendt selbst zur Auszeichnung: „Ich freue mich, wenn sich in Babenhausen was bewegt.“

Quelle: op-online.de

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