Von Störchen, Jugendarbeit und Sinnengarten

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Eine Kamera auf dem Dach der Alten Schule zeigt die Störche. Zu sehen sind die Bilder aber nicht live im Internet, sondern beim Verein Herigar selbst.

Hergershausen (st) - Der Anbau der Alten Schule, die Teeküche, die Bibliothek: Der Verein Herigar hatte 2011 einiges zu tun. Bei der Mitgliederversammlung stellte der Vorsitzende Ingo Rohwasser die Projekte vor. Besonders erfreulich ist, dass Herigar weiter wächst.

So kamen im vergangenen Jahr 14 neue Mitglieder hinzu. Künftig gibt es auch Familienmitgliedschaften. Im Anbau der Alten Schule leistete Herigar viel Eigenarbeit und baute in einem der Räume eine Außenküche ein. Weiterhin wurde die Teeküche im ersten Obergeschoss fertig gestellt. Dank vieler Bücherspenden wuchs eine beachtliche Bibliothek heran, die allen Interessierten frei zur Verfügung steht.

Neueste Ergänzung am Haus ist eine Kamera, mit der die Aktivitäten im Storchennest beobachtet werden können. Rohrwasser betonte, dass nicht daran gedacht werde, die Bilder live ins Internet zu stellen. Von daher werde es einzelne Bilder von der Entwicklung der Storchenfamilie auf der Homepage geben. Wer die Störche live erleben möchte, kann sich das Treiben auf einem Bildschirm im Flur der Schule ansehen – zu den regelmäßigen Veranstaltungen, ab Mai samstags zum Gartencafé ab 14.30 Uhr und für Gruppen auch auf Anfrage.

Auch die Jugendarbeit ist ein Schwerpunkt des Vereins. Die Beisitzerin für Jugendarbeit, Annika Raiss, und Schriftführerin Sabine Walz berichteten von den gut besuchten Veranstaltungen. In Zusammenarbeit mit der Stadtjugendförderung ist es geplant, alle Jugendlichen anzuschreiben und zu einem Treffen einzuladen. Dabei möchte man die Wünsche und Bedürfnisse aufnehmen, um einen offenen Jugendtreff oder ähnliches für diese Zielgruppe einzurichten.

„Offenen Gärten und Höfe“ alle zwei Jahre

Über das derzeit größte Projekt, den Sinnengarten, referierte die zweite Vorsitzende Maren Gatzemeier. Die Arbeiten am ersten Bauabschnitt, die im Dezember begonnen wurden, gehen zügig voran. Von den geplanten 20.000 Euro, die über zweckgebundene Spenden und Fördermittel investiert werden, seien bereits gut zwei Drittel ausgegeben. Ostersamstag soll noch der Pavillon mit zwei Laubengängen aus Metall geliefert und aufgestellt werden, dann fehle nur noch das Eingangsschild vom Unesco Geopark Bergstraße-Odenwald, dass auf den Sinnengarten und die Route der Regionalgärten hinweist. Auch viel Eigenleistung fließt mit ein. Aktuell hätten sich schon 22 Helfer mit über 70 Arbeitsstunden eingebracht.

Für die Anlage der Blumenwiese im äußeren Gartenteil werden noch viele weitere Stunden nötig sein, da das Gelände sehr stark mit Steinen und Wurzelunkräutern durchsetzt ist. Doch damit sei der Garten noch nicht fertig. Aktuell werden Spenden- und Fördergelder in Höhe von weiteren 12.000 Euro für den zweiten Bauabschnitt eingeworben, damit die Umsetzung nahtlos fortgesetzt werden kann. Es wurden auch Patenschaften für die acht Kletterrosen angeboten, die die Laubengänge umranken sollen. Wer Interesse an einer Patenschaft im Wert von zehn Euro hat oder auch eine Bank stiften möchte, kann sich an Maren Gatzemeier wenden.

Rohrwasser wies darauf hin, dass 2012 die „Offenen Gärten und Höfe“ mit Kunstausstellung und Flohmarkt erstmals auf einen zweijährigen Turnus umgestellt werden. Die teilnehmenden Gartenöffner hätten wegen dem Aufwand mehrfach diese Bitte geäußert.

Quelle: op-online.de

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