Mit Heckenschere durchs Gestrüpp

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Sträucher wurden zurückgeschnitten, Unkraut entfernt und die Schulhofecke vom wilden Grün befreit: Jetzt haben die Kinder auch Rückzugsmöglichkeiten.

Hergershausen - In die Hände gespuckt haben rund 20 Väter und Mütter jüngst im Hof der Bachwiesenschule. Begleitet von ihren Kindern waren sie dem Aufruf der Lehrerin Rebecca Munz zur gemeinsamen Gartenarbeit gefolgt. Von Petra Grimm

„Im Laufe der Grundschulzeit verbringen die Kinder etwa 600 Stunden auf dem Schulhof. Seit dem Neubau hat die Bachwiesenschule einen sehr ansprechenden Hof mit vielen Spielmöglichkeiten, und die Kinder sind gerne dort. Damit der Schulhof so bleibt und die Kinder sich auch weiterhin wohlfühlen, bedarf es allerdings ein wenig Arbeit. Sträucher müssen zurückgeschnitten und verwelkte Pflanzen entfernt werden“, so die junge Lehrerin, die sich über die tatkräftige Unterstützung durch die Eltern freute. Unkraut wurde entfernt und Bäume und Büsche erhielten ihren Herbstschnitt.

Ein Arbeitsschwerpunkt war die mit allerlei Büschen und Rosenstöcken zugewucherte Schulhofecke neben den Parkplätzen. Sie wurde wieder begehbar gemacht. „Wir entfernen hier einige Büsche, dass überhaupt wieder Wege entstehen und die Kinder sich hier aufhalten können“, erklärte einer der Väter, der sich mit einer großen Heckenschere einen Weg durchs Gestrüpp bahnte. „Gerade diesen Bereich können Ruhe suchende Kinder eigentlich gut als Rückzugsort nutzen“, sagte die Lehrerin. Auch die Randsteine am Barfußpfad im Schulhof waren locker. Da rührten die Männer Speis an und betonierten die Steine wieder ein. Auf dem großen Hügel am Rand des Schulhofs errichteten die Eltern mit Hilfe von Maren Gatzemeier und Mathias Brendle vom Verein Herigar zwei große Weidentipis, in denen die Kinder spielen und sich verstecken können. Dazu wurden die Äste der Weiden heruntergezogen und so zusammen gebunden, dass kleine Tipis entstanden. Die Brombeersträucher wurden radikal zurück geschnitten und sollen im kommenden Jahr ein Gestell zur Seite bekommen, an dem sie sich hochranken können.

Quelle: op-online.de

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