FDP-Bundestagskandidat für Wahlkreis 187

Heinrich Kolb geht zum siebten Mal ins Rennen

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Dr. Heinrich L. Kolb wurde erneut nominiert.

Babenhausen - Bereits zum siebten Mal geht Dr. Heinrich L. Kolb für die FDP ins Rennen um ein Bundestagsmandat. Bei der Wahlkreisversammlung der Liberalen wurde er als Kandidat für den Wahlkreis 187 nominiert. Der 56-jährige Babenhäuser bekam 27 von 33 Stimmen. Von Stefan Scharkopf

Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Der Wahlkreis 187 Odenwald umfasst den gesamten Landkreis Odenwald, aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg die Städte und Gemeinden Babenhausen, Dieburg, Fischbachtal, Groß-Bieberau, Groß-Umstadt, Groß-Zimmern, Otzberg, Reinheim und Schaafheim sowie aus dem Landkreis Offenbach Hainburg, Mainhausen, Rodgau, Rödermark und Seligenstadt. Beim Urnengang 2009 holte die FDP 17,3 Prozent der Stimmen und lag damit über dem Bundes- und Landesdurchschnitt.

In seiner Vorstellungsrunde sagte Kolb, der unter anderem stellvertretender Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion ist, dass er sich als „Libero, der gelegentlich mal ausputzen muss“ sieht. Er versteht sich in der Sozialpolitik, die sein Steckenpferd ist, als Korrektiv zu Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU): „Da gilt es, Einiges zurecht zu rücken.“ Als sozialpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion trage er Mitverantwortung dafür, dass sich die Liberalen wirtschaftspolitisch profilieren, andererseits sich aber auch der Nöte der Menschen annehmen. Früher als die Union habe die FDP die Altersarmut thematisiert. Seine persönliche Handschrift trage die Verbesserung der Zuverdienstmöglichkeiten für Rentner. Zudem hätten die Liberalen gleiche Bezahlung von Leiharbeitern in den Betrieben erreicht und die Grenze bei Minijobs von 400 auf 450 Euro angehoben.

Realisierung der großen Südumgehung

Für seine Heimatstadt Babenhausen will sich Kolb für die Realisierung der großen Südumgehung einsetzen. Die Delegierten sparten nicht mit Kritik am Erscheinungsbild der Bundes-FDP. Nach dem guten Abschneiden bei der Wahl 2009 sei von den Zahlen nicht mehr viel übrig. Manche Demoskopen sagen, dass die Liberalen an der Fünf-Prozent-Hürde kratzen. Ein Vorwurf lautete, dass die Koalitionsverhandlungen mit der Union schlecht gelaufen seien, und ein klares liberales Bild nicht zu sehen sei. Zu sehr sei auf Posten geschielt und darüber seien die Inhalte vergessen worden. Die Delegierten hoffen jetzt auf „einen Wahlkampf mit Durchschlagskraft“.

Bei der Aufstellung der hessischen Landesliste für die Bundestagswahl im Dezember kommt es zu einer Kampfabstimmung. Bundestagsvizepräsident Hermann Otto Solms bewirbt sich ebenso wie erstmals auch Kolb für den Spitzenplatz auf der Liste.

Quelle: op-online.de

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