Heißestes Sommerfest der Wehr

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Für „Löschwasser“ und viele Speisen war dank vieler Helfer bestens gesorgt. Und nach Sonnenuntergang strahlten die Gesichter der Besucher des Feuerwehrfestes...

Babenhausen - Wer am Samstag nach Sonnenuntergang einen Blick aufs Thermometer warf, der stellte schnell fest, dass die Temperaturen auch zu später Abendstunde nicht sinken wollten. Von Michael Just

Als beim Sommernachtsfest der Wehr die Quecksilbersäule um 22.30 Uhr immer noch 33 Grad anzeigte, wagte der Vorsitzende des Feuerwehrvereins Bernd Pöschl eine Bemerkung mit historischem Wert: „Das dürfte unser wärmstes Sommernachtsfest aller Zeiten sein.“ Treue Besucher wissen es längst: Mit dem Wetter haben die Blauröcke fast immer Glück. Aus jüngerer Zeit ist nur ein Termin ist in Erinnerung, an dem es zwar am Nachmittag regnete, zum Festbeginn Petrus seine Schleusen aber noch rechtzeitig verschlossen hatte. So wurde bei den meisten Veranstaltungen das Sommernachtsfest zum Sommernachtstraum.

Stimmt das Wetter, kann sich die Feuerwehr auf einen mehr als regen Besuch der Babenhäuser verlassen, was für die Qualität der Feier sowie die Integration der Wehr gleichermaßen spricht. Damit gehört das Angebot zweifellos zu den beliebtesten im Veranstaltungskalender der Stadt. Dementsprechend ist man unterm Turm mit der 112 gerichtet: Schon am Donnerstag begannen die Aufbauten, am Samstag waren dann insgesamt 140 Helfer an zwölf Stationen in drei Schichten im Einsatz. Von der Jugendwehr bis zur Alters- und Ehrenabteilung deckten die fleißigen Hände alle Generationen ab. Da sammelten Kinder mit Freude leere Gläser und Flaschen ein und nicht nur beim Küchenteam ließen sich Köpfe ausmachen, die mit Brandbekämpfung sonst wenig zu tun haben, die aber die Unterstützung der Wehr in jeder Form aber für eine wichtige Sache halten.

Mit 25 Leuten stellten die Zubereiter der Speisen eine ganz wichtige Abteilung des Festes dar. Heuer gelang es sogar weitestgehend, die Schlangenbildung bei der Essensausgabe zu verhindern, die in den letzten Jahren immer wieder dazugehörte, wenn am frühen Abend hunderte Gäste gleichzeitig ihr „Festessen“ wollten. Am Samstag verteilte sich der Ansturm auf Schnitzel, Steak und den stattlichen Feuerwehrburger zeitlich etwas nach hinten, da viele Besucher aufgrund der Hitze zu Hause erstmal auf sinkende Temperaturen warteten. Dazu war am Nachmittag durch die große Pool-Party im Schwimmbad bereits ein Event mit Anziehungskraft für die ganze Familie vorausgegangen. „Wir kamen um 19 Uhr und da war’s noch recht leer. Nur die Schattenplätze waren schon komplett vergeben“, berichtet eine Frau aus Harpertshausen. Als die Sonne sich dann langsam dem Horizont näherte und kaum noch Wärme ausschickte, füllte sich der Feuerwehrplatz ziemlich rasch und man musste sich umschauen, um bei den insgesamt 1500 bis 1800 Besuchern, die sich auf den Abend verteilten, noch ein freies Plätzchen an einer der 150 Festzeltgarnituren zu ergattern. Auffallend war, dass auch viele junge Besucher zum Fest kamen. „Für die Disco sind wir noch zu jung, aber hier ist auch ganz gut was los“, erzählt Leonarda Resch (16).

Feuerwehr Babenhausen und Katastrophenschutz im Einsatz

Feuerwehr und Katastrophenschutz im Einsatz 

Musikalisch vertrauten die Organisatoren der Formation „Lärmfeuer“ aus dem Odenwald, die zum ersten Mal beim Sommernachtsfest auftrat und deren Referenz vom Ball der „Vielharmonie“ herrührte. Für den Ausklang des Abends war, wie gewohnt, eine eigens eingerichtete Bar vorbereitet Mit ihren Cocktailangeboten wie Caipirinha oder Hugo, moderner Disco-Musik und einem bunten Lichterspiel an der Decke ließ sich hier der „Absacker“ trinken oder wahlweise nochmal richtig durchstarten. Obwohl der DJ Vollgas gab, sorgte das warme Wetter auch hier für eine Verzögerung: Bis weit nach Mitternacht harrten viele Besucher bei abkühlenden Temperaturen lieber im Freien als in der stehenden Luft in der ausgeräumten Fahrzeughalle. Ab zwei Uhr änderte sich das und die Nachtschwärmer tanzten und feierten bis zum Morgengrauen. Fazit fürs jüngste Sommernachtsfest: „Schön war’s wieder, und diesmal auch schön warm.“

Quelle: op-online.de

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