Herausfinden, wo die Schwachstellen sind

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Was vor der Sanierung wie auf diesem Foto ausgesehen hat, erstrahlt danach, gut isoliert, in neuem Glanz wie auf dem Foto unten.

Babenhausen - Die Stadtverwaltung weist auf die „Hessische Energiespar-Aktion“ hin: Dabei stehen die energetischen Schwachstellen von Gebäuden im Mittelpunkt. Die Aktion ist ein Projekt des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Von Alexander Klug

Die Schwachstellen liegen vor allem in den Bereichen Gebäudekörper (unzureichende Dämmung), Heizungssystem und Warmwassersystem. Bevor Modernisierungsmaßnahmen in Angriff genommen werden, sei es jedoch wichtig, schreibt die Verwaltung, sich einen generellen Überblick über Schwachstellen am Gebäude zu verschaffen, die sehr häufig im Zusammenhang mit dem jeweiligen Baujahr stehen.

Nach der Sanierung erstrahlt das Haus in neuem Glanz.

Dabei werde meist schnell deutlich, dass bis weit in die 70er Jahre Ästhetik, Wiederaufbau sowie Nutzerkonzepte oder Baukosten relevant waren – und erst mit den „Ölkrisen“ Mitte und Ende der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts Instrumente zur Minimierung des Energieverbrauchs diskutiert worden sind. Es dauerte weitere Jahre, bis Versuchs- und Forschungsergebnisse in die Baupraxis einflossen und diese ab Mitte der 80er Jahre auch umgesetzt und immer weiter, auch durch gesetzliche Vorgaben, verbessert wurden. Energetische Schwachstellen im Detail: Keine oder ungedämmte Bodenplatte, ungedämmte Hausfassade, ungedämmte Kellerdecke, ungedämmte oberste Geschossdecke, nicht oder nach heutigen Maßstäben unzureichend gedämmter Dachstuhl, zahlreiche sogenannte Wärmebrücken, Einfachverglasung, ungedämmte Rollladenkästen, veraltete Heizungsöfen oder Brenneranlagen, ungedämmte Heizwasserleitungen, veraltete Heizkörper, veraltete Warmwasserbereitung und ungedämmte Warmwasserleitungen.

Fragebogen und Informationen zur hessischen Energiespar-Aktion gibt es hier.

Es sei immer empfehlenswert, so die Stadt, Energiespar-Maßnahmen mit ohnehin anstehenden Erneuerungen zu verbinden. Welche Maßnahmen sinnvoll seien, zeige der „Energiepass Hessen“: Mit einem Fragebogen werden die Gebäude- und Heizungsanlagendaten erhoben, mit denen der Energiepass berechnet wird. Dies ist die Eigenleistung des Hauseigentümers. Der Energiepass wird auf der Grundlage des Fragebogens im Auftrag der Energiesparaktion durch qualifizierte Berater des hessischen Handwerks und der hessischen Architekten- und Ingenieure gerechnet. Der Pass kostet 75 Euro.

Quelle: op-online.de

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