Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr

Einsatzkräfte befürworten Gerätehaus-Neubau

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Die sicherheitstechnischen Standards im Hergershäuser Feuerwehrhaus sind schon lange veraltet.

Hergershausen – Die Wetterkapriolen im zurückliegenden Jahr, die Brandschutzmaßnahmen im Bürgerhaus und Überlegungen über ein gemeinsames Gerätehaus für die Hergershäuser und Sickenhöfer Brandschützer waren wichtige Themen bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr des größten Stadtteils.

An Stelle des erkrankten Wehrführers Ralf Aumann informierte sein Stellvertreter Tobias Schindler über das zurückliegende Jahr, „in dem lang anhaltende Trockenheit, danach Starkregen und im Herbst noch nie da gewesene Stürme uns auf Trab hielten“, so Schindler. „Diese Wetterkapriolen werden uns wahrscheinlich in den nächsten Jahren begleiten. Mit unserem Fahrzeug, ausgelegt als Katastrophenschutzfahrzeug und dementsprechend ausgestattet, sind wir sehr gut für kommende Aufgaben gerüstet.“

Das Ableisten der zahlreichen Brandsicherheitsdienste im Bürgerhaus führt zu Unmut, da die Feuerwehrleute von Seiten der Stadt nicht rechtzeitig informiert würden, so die Klage der Ehrenamtlichen: „Da wir eine freiwillige Organisation sind und wir alle noch ein Arbeits- sowie Privatleben haben, benötigen wir zur Organisation des Brandsicherheitsdienstes eine gewisse Vorlaufzeit. Gestattungen beziehungsweise Anordnungen des Brandsicherheitsdienstes durch das Ordnungsamt kamen entweder zu spät, manchmal gar nicht und sogar rückwirkend zu bereits vergangenen Veranstaltungen. So hatten weder die Veranstalter noch wir eine Planungssicherheit. Beschwerden von uns beziehungsweise den Vereinen trugen keine Früchte.“

Um diese Dienste zu verringern, sei es nötig, endlich die brandschutztechnischen Baumängel am Bürgerhaus vollständig zu beheben. „Wie wir bei den Brandsicherheitsdiensten feststellen konnten, wurden bereits der bauliche Fluchtweg aus dem kleinen Saal im ersten Obergeschoss, die Verbreiterung der Fluchtwege im Erdgeschoss und eine neue Brandmeldeanlage umgesetzt. Was nun noch zu einem bauordnungsrechtlich korrekten Zustand fehlt sind aktuelle Bestuhlungspläne, denn die bestehenden Pläne sind aus dem Jahr 1988 und schon lange nicht mehr aktuell. Außerdem sind die ausgehängten Bestuhlungspläne im Bürgerhaus durch den Einbau der Brandmeldeanlage demontiert und entfernt worden.“ Eine Einweisung in die neue Brandmeldeanlage sei auch noch nicht erfolgt, so die Wehrführung.

Erste Überlegungen über den Neubau eines gemeinsamen Gerätehauses für die Hergershäuser und Sickenhöfer Blauröcke wurden ebenfalls thematisiert. „Die sicherheitstechnischen Standards in beiden Gerätehäusern sind schon länger nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Es fehlt beispielsweise eine Absauganlage in der Fahrzeughalle, in der sich zwei dieselbetriebene Fahrzeuge befinden, auch die Größe der Umkleiden der Jugendfeuerwehr/Kinderfeuerwehren aber auch der Einsatzabteilung sind nicht mehr akzeptabel. Im Wehrführerausschuss der Stadt Babenhausen wurde sowohl von Hergershäuser, als auch Sickenhöfer Seite einstimmig die Unterstützung zu diesem Schritt bekundet“, sagte Schindler. Man hoffe jetzt auf die Unterstützung der städtischen Gremien.

Wie werde ich Werkfeuerwehrmann/-frau?

Stadtbrandinspektor Achim Frankenberger erläuterte auf Nachfrage, dass an den beiden jetzigen Standorten der in die Jahre gekommenen Feuerwehrhäuser nach den gesetzlichen Vorgaben eigentlich nicht genug Platz für Neubauten sei und man deshalb auf die Idee gekommen sei, in einem gemeinsam genutzten Gerätehaus die Infrastruktur zu bündeln. Die Einsatzabteilungen der beiden Nachbarorte arbeiten schon länger Hand in Hand, werden bei größeren Einsätzen gleichzeitig alarmiert und üben auch regelmäßig gemeinsam. „Aber das sind bisher nur Überlegungen und noch keine festen Pläne“, sagte der Stadtbrandinspektor. (pg)

Quelle: op-online.de

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