Hessenburger im „Hanauer Tor“ und bei Gottschalk 

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Vom Fastnachtsprinzen zum Gottschalk-Kandidat: Jochen Herbert präsentiert seine Geschäftsidee und Fleischwurstköfferchen vor laufender Kamera.

Babenhausen - Was haben Thomas Gottschalk, Prinz Jochen I. und ein Hessen-Cheeseburger gemeinsam? Das vermeintlich ungleiche Trio wird in einer der kommenden Sendungen „Gottschalk Live“ in der ARD zu erleben sein. Der genaue Termin steht noch nicht fest. Von Ursula Friedrich

Am Anfang dieser kurios anmutenden Begegnung stand die Idee des Babenhäuser Fastnachtsprinzen Jochen Herbert, eine Gastwirtschaft zu eröffnen. Wie durch eine Fügung, so scheint es ihm heute, „wurde auch noch meine Lieblingskneipe frei“. Am 15. Juni wird er mit seinen Geschäftspartnern, den Brüdern Scinardo, und neuen pfiffigen Ideen die Traditionsgaststätte „Hanauer Tor“ neu eröffnen. Was hier auf die Teller gelangt, paart sich auf bislang ungeahnte Weise mit Omas Hausmacher Spezialitäten und modernem Fingerfood. So soll der Hessenburger – eine Symphonie aus Kartoffeln, grüner Soße und Fleischwurst – Hessendöner, aber auch Klassiker wie Schnitzel, Rippchen und Kraut auf den Tellern landen.

Zum Verdauen bietet sich ein Hessen-Tequila (Calvados und Fleischwursthäppchen) an. Wer sich von der Qualität der Fleischwurst überzeugen mag, dem wird die tierische Spezialität im eigens entworfenen Metallkoffer präsentiert – das Behältnis würde bei jedem Bankangestellten den Neid erwecken. Und nun kommt Thomas Gottschalk ins Rennen. In der Rubrik „verrückte Geschäftsidee“ hat die Konstellation des Fastnachtsprinzen mit Fleischwurstköfferchen als Küchenchef im „Hanauer Tor“ den Sprung in Gottschalks Sendung geschafft.

Vor laufender Kamera

Vor laufender Kamera schnippelte der leidenschaftlich kochende Fastnachtsprinz „grie Soß“ und backte Burger. Weil am Ende jedes Beitrags ein Herzenswunsch stehen darf, nannte auch Jochen I. sein Anliegen: eine neue Küche. Während das Kamerateam die charismatischsten Ecken des 1680 erbauten Hauses in Szene setzte, war Prinzessin Jennifer I. mit Berner Sennenrüde Hermann nur Zaungäste. „Jenny kann überhaupt nicht kochen“, schmunzelte Gatte Jochen – was er durch eigene Kochkunst wett macht. In der Küche des „Hanauer Tors“ wird der Journalist jedoch nur zu Anfang stehen.

Ein professionelles Team – ein Teil der Mannschaft wird vom Vorgänger übernommen – soll die Gäste umsorgen. Roland Pöschl, der über 16 Jahre Wirt im „Hanauer Tor“ war, wird den Nachfolger ein bisschen einweisen. Seine „Brötchen“ will Pöschl künftig in der Verwaltung der Brauerei Michelsbräu verdienen. „Ich will abends einfach mal wieder frei haben und ein Leberwurstbrot essen“, so Pöschl.

Eigentümerin des historischen Hauses

Die Michelsbräu sorgt im „Hanauer Tor“ nicht nur für den Gerstensaft, sie ist seit 1906 Eigentümerin des historischen Hauses. Die Geschichte der Gaststätte geht bis ins 15. Jahrhundert zurück, als hier eine Familie Stein ihre Wirtschaft betrieb. Als Bäcker Johannes Bassermann im 17. Jahrhundert des Weges kam und für Wirtstochter Amalie Stein entflammte, knüpfte sich mit dieser Heirat der Name Bassermann an das Schicksal des „Hanauer Tors“. Im Wechselspiel der Geschichte bleibt eines konstant: Auch im 21. Jahrhundert bleibt das „Hanauer Tor“ eine Gastwirtschaft. Mit hessischen Gerichten, ein paar extravaganten Küchenideen und familienfreundlicher Politik. „Nudeln naggisch“ und „Klos mit Soß“ für die kleinsten Esser gibt es sogar gratis.

Quelle: op-online.de

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