Hilfe für andere als besonderes Ehrenamt

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Ohne sie geht es nicht: Treue aktive Mitglieder wurden geehrt.

Babenhausen - Was es bedeutet, sich bei einer Hilfsorganisation aktiv zu engagieren, wurde den Besuchern der Akademischen Feier zum 100-jährigen Bestehen des DRK-Ortsvereins am Samstagabend deutlich vor Augen geführt. Von Petra Grimm

Es waren in diesem Fall zwar nicht die DRKler, sondern die Feuerwehrmänner unter den Festgästen, die nach einer Alarmierung über ihre Pieper hastig aus den Stuhlreihen aufsprangen. Aber eins war zu spüren: Wer anderen in Notfällen zu Hilfe eilt - und zwar zu jeder Zeit - leistet ein ganz besonderes Ehrenamt.

Um dieses freiwillige Engagement zum Wohle der Allgemeinheit, das die Mitglieder des DRK in Babenhausen seit 100 Jahren aufbringen, zu würdigen und zum Jubiläum zu gratulieren, hatten sich die Ehrengäste, Freunde und Gönner des Ortsvereins in der Stadthalle eingefunden. Als Ambiente für die Akademische Feier, der vom 22. bis 24. Mai ein abwechslungsreiches Festwochenende folgen wird, hatten die DRKler einige historische Ausstellungsstücke, wie Uniformen und medizinisches Material, Fotos und Zeitungsausschnitte zusammen getragen. Für einen schwungvollen musikalischen Rahmen sorgte das Rot-Kreuz-Orchester Bad Kissingen.

Respekt vor den freiwilligen Helfern und Dank für das Engagement vor Ort zog sich als roter Faden durch die zahlreichen Grußworte, die unter anderen Bürgermeisterin Gabi Coutandin, Festpräsident Landrat Alfred Jakoubek, Festpräsidentin und Michelsbräu-Chefin Dr. Susan Schubert, Schirmherr Reinhard Rupprecht, Kreisvorsitzender Dietmar Schöbel, Walter Herbert für das Vereinsgremium, Siegfried Kinz für die Feuerwehr und die beiden Pfarrer Ferdinand Winter und Dr. Frank Fuchs überbrachten. Vertreter der örtlichen Parteien und benachbarter DRK-Gruppen waren ebenfalls zum Gratulieren angereist.

Ein besonderer Dank durch den Vereinsvorsitzenden Helmut Fendt und der Applaus der Festgäste gingen an vier langjährige, aktive Mitglieder, die trotz ihres hohen Alters noch immer engagiert sind. Sei es als Helfer bei den Blutspendeterminen oder auch beim 14-tägigen kostenlosen Blutdruckmessen, das der Verein anbietet. „Ihr seid heute noch immer zur Stelle, wenn man euch braucht“,lobte Helmut Fendt Erna Schumacher, Anneliese Schnetz und das Ehepaar Edith und Heinz Willand.

Die Aktiven, das sind in Babenhausen vor allem auch die Mitglieder der Rettungshundestaffel, ehrten Sven Dörfel und Edeltraud Seubert von der Kreisbereitschaftsleitung. Seit fünf Jahren aktiv sind Manfred Koch, Diana Prinz und Daniela Schaack. Seit zehn Jahren dabei sind Holger Küchler, Peggy Nikolaus, Jürgen Schmerker, Manuela Schmerker und Nadine Sona. Für 15 Jahre Engagement kamen Judith Grön und Kerstin Hans zu Ehren. Seit 35 Jahren aktiv sind Angelika Fendt, Helmut Fendt und Elisabeth Knöpp. Für 55 Jahre aktiven Einsatz wurden Annelies Schnetz und Erna Schumacher und für sage und schreibe 60 Jahre aktiven Dienst Edith und Heinz Willand geehrt.

Heinz Willand war zudem von 1974 bis ´86 Vorsitzender und engagiert sich heute als Ehrenvorsitzender im Vorstand. An der Spitze des derzeit rund 400 Mitglieder zählenden Vereins wurde er von Helmut Fendt abgelöst, der bereits 1973 als Leiter des Jugendrotkreuz in den Vorstand kam.

Dass auch viele fördernde Mitglieder nötig sind, um die Arbeit des DRK vor Ort zu sichern, betonte Kreisvorsitzender Dietmar Schöbel. Er ehrte die Förderer, mit deren Beiträgen die Arbeit in den Ortsvereinen finanziert werde. „Das ist die Voraussetzung, dass die Spendengelder für Katastrophen nicht in die Verwaltung fließen“,sagte er. Für 25 Jahre Treue dankte der Kreisvorsitzende Ursula Hartl, Hans Keller, Gabriele Lennert, Walter Voigt, Alfred Appel, Horst Blickhan, Anna Willand, Margarete und Emil Kuhn und Herbert Kresser. Eine Urkunde für 40 Jahre Mitgliedschaft erhielten Karl Blümler, Helma Kloos, Inge Michel, Martha Griksch, Ingrid Hiltmann, Marie Kunkel und Heinrich Blümler.

Die Verankerung in der Bevölkerung durch möglichst viele so genannte passive Mitglieder schaffe Vertrauen in die Organisation, deren Aufgabenspektrum sich in den vergangenen hundert Jahren geändert habe. Die Grundprinzipien seien jedoch gleich geblieben, so Schöbel, man könne sie mit den Worten des Gründers des Roten Kreuzes, Henry Dunant, auf den Punkt bringen: „Alle sind Brüder.“

Quelle: op-online.de

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