Hilfe für Schule in Kenia

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Burkhard Vollmers und der kenianische Schulleiter im Gespräch mit den Schulkindern der „Vuga Primary School“. Im Hintergrund ist das Schulgebäude zu sehen.

Babenhausen (vs) ‐ 5200 Euro hatte der im Sommer pensionierte ehemalige Schulleiter der Offenen Schule Babenhausen, Burkhard Vollmers, für die „Vuga Primary School“ an der Südküste Kenias gesammelt. Das Geld hat er mittlerweile der Schulgemeinde in Kenia übergeben.

Eine Hälfte des Betrags war beim Sponsorenlauf mit Hilfe der mitlaufenden Kollegen Schüler der Offenen Schule zusammengekommen, die andere Hälfte bei seiner Verabschiedung, bei der er anstelle von Abschiedsgeschenken um Spenden bat.

Begleitet hat ihn Karl Zirbs, ein ebenfalls pensionierter Lehrer der Schule, der ihn als Weitgereister mit Rat und Tat zur Seite stand. Die beiden haben die Aktion mit einem 16-tägigen Safari- und Badeaufenthalt in Kenia verbunden.

Vuga ist eine kleine Ansiedlung in Kwale an der Straße von Mombasa und der Südküste zum kleinen, aber feinen Nationalpark Kenias, „Shimba Hills“. Bei seiner ersten Safaritour in Kenia hatte das Ehepaar Vollmers durch Zufall die Schule und die besonderen Umstände in Vuga kennengelernt und Hilfe versprochen.

Diesmal wurden die beiden Urlauber sogar im Rahmen eines Volksfestes empfangen. Das Kommen und die Geldübergabe waren angekündigt worden. Obwohl die Schule in der Zeit geschlossen war, hatten sich alle wichtigen Vertreter der Gemeinde, Schüler und Tanzgruppen des dort lebenden Stammes sowie der Bürgermeister und Schulleiter eingefunden. Das sei dort allerdings kein Problem, denn die Mitglieder dieser Schulgemeinde, einer staatlichen Schule, sind in unserem Sinne so arm, dass sich Probleme der Mobilität und Abwesenheit nicht ergeben.

Und doch gab es eine dreistündige Veranstaltung, die schon irgendwie an eine der typischen Feiern an der Offenen Schule erinnert habe: Schülerdarbietungen, Musik, Tänze, Reden und als Höhepunkt die Unterzeichnung und Übergabe der Reiseschecks. Und doch war alles anders: Kokosnussmilch nur für die beiden Gäste als Begrüßungsgetränk, rhythmische Stammestänze und archaisch anmutende musikalische Untermalung auf hügeliger Erde im Freien, ein paar alte Schultische mit Stühlen, an denen die Offiziellen und Dorfältesten saßen und die Tatsache, dass die Summe dem 50-fachen eines durchschnittlichen Monatsverdienstes entspricht.

Zwei neue Häuser für weitere Klassen sollen von dem Geld gebaut werden: offene roh gemauerte kleine Hallen, die vor Regen und Sonne schützen, mit einer Tafel an der Stirnseite. Quasi jede staatliche Erziehungsinstitution in Kenia benötige Hilfe von außen. Der Wunsch nach weiterer Hilfe wurde offen ausgesprochen – ob es möglich ist, werde man sehen.

Ein unvergessliches Erlebnis für die beiden Pensionäre.

Quelle: op-online.de

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