Historischer Moment als Signal für die Zukunft

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Alles besiegelt: (von links) Stadtrat Peter Metzler, 2. Vorsitzende Marianne Rühl, Bürgermeisterin Gabi Coutandin, Vorsitzender Volker Höreth, Amtmann Sebastian Fuß .

Babenhausen ‐  Kurz vor 11 Uhr war der „historische Moment“ gekommen, auf den Volker Höreth eine gefühlte Ewigkeit gewartet hatte. Der Vorsitzende des VdK-Ortsverband Babenhausen hielt das Dokument in den Händen, das gleichzeitig ein Meilenstein in der Historie des Verbands darstellt. Von Jörn Polzin

Oder wie es Bürgermeisterin Gabi Coutandin vorsichtiger ausdrückte, „einen wichtigen Schritt zur Professionalisierung“.  Mit der Unterschrift unter den Nutzungsvertrag verfügt der Ortsverband nun endlich auch über ein eigenes Domizil. „Wir haben sehr lange für ein eigenes Büro gekämpft, mussten zuvor unsere Beratung immer in Privaträumen abhalten oder bei den Hilfesuchenden zu Hause“, erzählt Höreth, der seit 2008 als Vorsitzender des VdK in Babenhausen fungiert und Hans Bachmann an der Spitze ablöste.

Zuvor hatte Heinz Creter über viele Jahre die Geschicke geführt - auf seine eigene Art und Weise. Denn soviel Herzblut er auch in den Verband hineinsteckte, die Verwaltungsarbeit blieb etwas auf der Strecke. „Wir haben zahlreiche Akten durchsucht, aber nur wenig Material gefunden. Die Chronik des Verbands haben wir dann über Hören-Sagen zusammengestellt“, berichtet die stellvertretende Vorsitzende Marianne Rühl.

Etwa 20 Quadratmeter groß ist die neue Anlaufstelle

Mit dem Führungswechsel bei der Jahreshauptversammlung im vergangenen Jahr sei ein Umdenken erfolgt, das nun mit den neuen Räumlichkeiten einen weiteren Impuls erhält. Etwa 20 Quadratmeter groß ist die neue Anlaufstelle, die sich der VdK mit anderen Beratungsstellen teilt. Der Raum, in dem zuvor auch das Frauenforum zu Hause war, ist modern ausgestattet, verfügt über Computer, Telefon, Fax und Kopiergerät. Vorgesehen sind feste Sprechstunden dienstags und freitags, voraussichtlich von 14 bis 18 Uhr. „Wir müssen aber noch das notwendige Personal finden und die Räume nach unseren Bedürfnissen einrichten“, erklärt Höreth.

Spätestens zum Jahreswechsel beabsichtigt der VdK sein neues Domizil zu beziehen. Auch an den Wochenenden will der Vorstand den 270 Mitgliedern zur Verfügung stehen. Höreth: „Wir schicken bestimmt keinen nach Hause.“

Das Beratungsangebot richtet sich vor allem an sozial benachteiligte, ältere oder behinderte Menschen, die Unterstützung bei Behördengängen benötigen. „Es sind aber auch jüngere Menschen, die mit ihren Problemen zu uns kommen. Erst kürzlich haben wir einer jungen Mutter geholfen, die Probleme mit ihrem Arbeitgeber hatte“, erzählt Höreth.

Auch von Seiten der Stadt ist man froh, dem VdK „eine Herberge geben zu können“, betont Coutandin. Mit seinem Netzwerk und seiner Beratungskompetenz sei der Verband eine wichtige Stütze für Hilfesuchende. Eine erste Beratung beim VdK ist für alle offen und kostenlos. Weitere Unterstützung richtet sich dann an die Mitglieder. Der Beitrag im Jahr liegt bei 54 Euro. Am 12. Dezember lädt der VdK zu seiner Weihnachtsfeier in die Räumlichkeiten des DRK Hapertshausen. Beginn ist um 14 Uhr.

Quelle: op-online.de

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