Sporteln vor dem Feuerwerk

Hohe Beteiligung am TVB-Silvesterlauf

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Die Babenhäuser Silvesterläufer fürchten keine Minusgrade: Bei -3 Grad wurde kurz warmer Atem in die Hände gepustet und dann mit Joggen die Muskel erwärmt.

Babenhausen - Mit seinem Silvesterlauf hat der Lauftreff des Turnvereins Babenhausen das Jahr 2016 beendet. Trotz klirrender Kälte bei minus drei Grad wurde ein Teilnehmer- rekord verbucht: Statt der sonst üblichen 80 Läufer schnürten über 100 die Schuhe. Von Michael Just 

Als am letzten Tag des Jahres die Uhr noch 20 Minuten bis zum Start anzeigt, ist die Zahl der Bewegungswilligen recht überschaubar. Gerademal 15 bis 20 Personen stehen um 13.40 Uhr an der Schutzhütte am Eppertshäuser Weg, die sich nicht weit vom Reit- und Fahrverein befindet. Fast versteht man die maue Resonanz: Das Thermometer zeigt Minusgrade an, dazu geht man eigentlich davon aus, dass um diese Zeit langsam der Countdown für den Jahreswechsel zuhause beginnt.

Dass der Zuspruch für den Silvesterlauf diesmal unter die sonst üblichen 80 Teilnehmer fällt, glaubt Lauftreff-Leiterin Heike Noll trotzdem nicht: „Viele kommen auf den letzten Drücker. Die meisten hüpfen sozusagen aus dem Auto und laufen los.“ Wie sie ergänzt, sei es 2016 zwar kälter als 2015, dafür sei vor 365 Tagen das regnerische Wetter mit dem vielen Matsch weitaus garstiger gewesen. Ein paar Minuten später stellt sich heraus, dass sie recht hat: Mehreren Trauben gleich kommt plötzlich ein Riesenschub an Läufern heran. Am Ende lassen sich über hundert Teilnehmer ausmachen, die das alte Jahr sportlich beenden wollen.

Förster Thomas Schmalenberg und Heike Noll stellen die neuen Streckenschilder vor.

Auf die Läufer wartet eine besondere Überraschung: Förster Thomas Schmalenberg, der selbst Mitglied im Lauftreff ist und sich stets ein paar Stunden vorher um die Streckenausweisung kümmert, hat neue Schilder angefertigt. Verschiedene Farben stehen für die einzelnen Distanzen, die bis zu zehn Kilometer reichen. Optisch nobel wurden die laminierten Wegweiser auf weiße Stöcke gepfropft. Thomas Schmalenberg nimmt das Lob gelassen: „Das sind lediglich Weidenzaunstöppel, die wir beim Altstadtfestlauf auch schon benutzt haben.“ Für die Wanderer sind 4 000 Meter bestimmt, für die Walker 6000. Die Läufer können auch 7 000 oder 10.000 Meter angehen. „Alles ist so berechnet, dass jede Gruppe nach rund einer Stunde wieder zurück ist“, sagt Noll. Das würde 15 Uhr bedeuten, was praktisch wäre, da fast alle Teilnehmer am Abend noch etwas vorhaben. Wer möchte, kann nach der Rückkehr noch an einem geselligen „Cool-Down“ teilnehmen. Dafür hat Thomas Schmalenberg einen Grill mit Wildschweinbratwürsten hergerichtet. Von Alice Sauer und Christa Höhn gibt’s einen Glühwein dazu.

Der TVB-Lauftreff wurde 2010 gegründet und zählt derzeit rund 30 Aktive. Die immense Zahl an Teilnehmern beim Silvesterlauf rührt daher, dass dieser für jeden offen ist. Durch Mundpropaganda kommen die Läufer mittlerweile aus Dieburg oder Groß-Umstadt. Vor allem der Zuspruch aus Dieburg verwundert Heike Noll, denn dort gibt es zeitgleich ebenfalls einen Silvesterlauf. „Wir scheinen dann doch das gewisse Etwas zu haben“, freut sie sich.

Menschen des Sportjahres 2016

Ebenfalls mit dabei war Klaus Bornschlegell vom TVB-Vorstand. Die letzten Jahre war Bornschlegell selten mit von der Partie, da er zum Jahreswechsel meist im Urlaub weilte. Diesmal ist er in Babenhausen und macht mit. Dabei hegt er wenig Ängste davor, dass der Lauf ihm gegen Mitternacht ein Paar schwere Augen bescheren könnte. „Ich bin eh ein Nachtmensch“, sagt er. „Ich gehe nachts sehr spät ins Bett und kann dafür morgens etwas länger schlafen.“ Eine Eigenschaft, die offenkundig auch für den Silvesterlauf ganz nützlich sein kann.

Quelle: op-online.de

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