Hospizhelferinnen

Begleitung auf letztem Weg

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Heike Kehr-Trippel.

Harreshausen/Groß-Umstadt - Sterben wird oft tabuisiert, ist aber eben ein natürlicher Teil des Lebens. Für Familien sind die Möglichkeiten bei einem sterbenden Mitmenschen zu sein, nicht selten begrenzt. An ihre Stellen treten Hospizhelferinnen.

Wie viele Bürger verfolgt auch Heike Kehr-Trippel aus Harreshausen mit Interesse den Zuwachs an Seniorenheimen in ihrer Umgebung. Neben dem bestehenden Heim in Harreshausen (Seniorenzentrum Bethesda) hat jüngst die K & S Seniorenresidenz Babenhausen eröffnet. Weitere neue Seniorenheime in Dieburg, und Otzberg-Lengfeld werden hinzukommen.

Heike Kehr-Trippel begleitet als Hospizhelferin seit Jahren sterbende Menschen auf ihrem letzten Weg. Sie sieht die zunehmende Zahl an Pflegeplätzen auch mit etwas Sorge, denn sie ist die einzige Hospizhelferin des Ökumenischen Hospizvereins Groß-Umstadt, die selbst im Raum Babenhausen wohnt. Der Hospizverein sucht für seine rund 40 Hospizhelferinnen Verstärkung insbesondere im Raum Babenhausen, denn der Bedarf an Begleitungen am Lebensende wird auch hier sicher steigen.

In der Region um Babenhausen, Groß-Umstadt, Dieburg, Münster, Groß-Zimmern, Eppertshausen, Reinheim und Reichelsheim begleiten ehrenamtliche Hospizbegleiter Tag für Tag schwerstkranke und sterbende Menschen und deren Angehörige.

Sie gehören als Hospizhelferinnen und -helfer dem Hospizverein Groß-Umstadt an und besuchen Patienten zu Hause, in den Pflegeheimen der Region und in der Kreisklinik Groß-Umstadt. Sie begleiten diese Menschen auf ihrem letzten Weg, der Tage, Wochen oder Monate dauern kann. Und sie entlasten die Familien der Patienten. Für diesen ehrenamtlichen Dienst werden die Hospizhelfer in einem Kurs in Theorie und Praxis qualifiziert. Darüber hinaus bietet der Kurs den Teilnehmern die Möglichkeit, sich persönlich mit der Thematik Tod und Sterben auseinanderzusetzen. Der Vorbereitungskurs beansprucht einen Zeitraum von etwa neun Monaten. Dabei werden die Inhalte in 100 Stunden Gruppenunterricht und -gesprächen vermittelt. Dazu kommen jeweils zwei Hospitationstage im Pflegeheim und im ambulanten Pflegedienst.

Geplanter Starttermin für den Kurs ist der 30. August 2013. Die Kursabende finden in Groß-Umstadt in den Räumen des Hospizvereins statt. Für die Teilnahme gibt es keine konfessionellen, religiösen oder weltanschaulichen Einschränkungen. Interessenten können sich vorab im Internet über die konkreten Ausbildungsinhalte informieren unter www.hospiz-umstadt.de. Ab sofort sind Vorgespräche und Voranmeldungen möglich. Terminvereinbarung unter s 06078 759047 oder über E-Mail: kontakt@hospiz-umstadt.de.

st

Quelle: op-online.de

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