Deutscher Meisterschaft im Zaubern

Illusionen als Aushängeschild

Auch in kleinerem Rahmen, wie hier im Babenhäuser Eiscafé, begeistern sich die Leute für die Tricks von Frank Zick. -  Foto: pg

Babenhausen - Mit einfachen Kartentricks hat er vor 15 Jahren begonnen. „Ich habe damals im Babenhäuser Billardcafé Elefant einen Dart-Verein gegründet und dabei einen Zauberer kennen gelernt. Von Petra Grimm 

Der hat mich unterrichtet und mir vor allem Karten-Effekte beigebracht“, erzählt Frank Zick, der inzwischen als „Zick - The Magic One“ bekannt ist und durchschnittlich 50 Auftritte im Jahr bestreitet. Von großen Firmen-Events oder Hochzeiten bis zu privaten Geburtstagen im Familienkreis bietet er das jeweils passende Programm an.

Er kann kleinere Gruppen mit Tischzauberei begeistern und große Gesellschaften mit Salon- oder Bühnenzauber. Sein Aushängeschild, die Illusionsshow „CineMagie“, verblüfft mit Großillusionen, ausgefeilter Choreografie, Sound- und Lichteffekten und entführt das Publikum in die Welt der Leinwandklassiker. Allen seinen Auftritten gemeinsam ist der persönliche Kontakt zum Publikum, das er gerne einbezieht.

Höhepunkt seiner Karriere als Magier

Ein Höhepunkt seiner Karriere als Magier, die er neben seiner beruflichen Tätigkeit als Schreiner vorantreibt, wird die Deutsche Meisterschaft im Zaubern sein, die vom 9. bis 12. Januar in Stuttgart über die Bühne geht. Über 100 Zauberkünstler aus ganz Deutschland haben sich im Juni an der Vorentscheidung für diesen vom Magischen Zirkel von Deutschland ausgerufenen Wettbewerb beteiligt. Rund ein Drittel von ihnen hat sich qualifiziert und darf jetzt bei der Deutschen Meisterschaft antreten.

Unter ihnen der Babenhäuser, der in den vergangenen Wochen auch bei den Kunst- und Kulturtagen der Stadt, der Nikolauswanderung der Jugendförderung oder dem Seniorennachmittag in der Stadthalle für Unterhaltung sorgte. Das Hessische Fernsehen hat kürzlich über ihn berichtet. Seinen sicheren Job bei der Firma Mahla in Babenhausen, wo er am Computer die Entwürfe für verschiedene Objekte macht, wird er aber trotzdem nicht aufgeben. „Meine Arbeit dort gibt mir Sicherheit, außerdem muss man viel Geld in die Requisiten, Kostüme, Pyrotechnik und andere Ausstattung für die Shows investieren“, sagt der 35-Jährige, der seit 2001 Mitglied im Magischen Zirkel ist. „Allein die zehnminütige Nummer, die ich mit meinem Team bei der Meisterschaft vorführen werde, hat mich sehr viel Geld gekostet und ein Jahr komplette Freizeit“, erzählt er. Dabei hat er durch seine berufliche Ausbildung sogar den Vorteil, die Requisiten selbst bauen zu können.

Da greifen inzwischen auch andere auf seine Fähigkeiten zurück. So hat er beispielsweise für das Wintervarieté im Phantasialand Großrequisiten gebaut. Um in Sachen Zauberkunst immer auf dem neuesten Stand zu sein, fährt er seit fünf Jahren jeden Februar nach Blackpool in England zur größten Zauberkonvention der Welt. „Das ist eine Art Messe, wo die Neuigkeiten des Jahres vorgestellt und Seminare und Workshops angeboten werden“, erzählt Frank Zick, der seinem Publikum „aktuelle Zauberei“ bieten will. Schließlich wollen die Zuschauer nicht immer wieder die zersägte Jungfrau bestaunen, die übrigens bereits 1534 zum ersten Mal vor Publikum zerteilt wurde. Der Handel mit Requisiten und Ideen gehört zum Geschäft mit der Zauberei dazu und Trickverrat gilt unter Zauberern als echtes Verbrechen.

Wer ihn buchen möchte oder weitere Infos sucht, per E-Mail ist Frank Zick unter info@magic1.de erreichbar, seine Homepage ist im Netz zu finden: www.magic1.de.

Während Zick als Baumeister ausgetüftelter Requisiten zweifellos ein Meister ist, viele Effekte beherrscht und genug Ideen für seine Präsentationen hat, weiß er doch um seine Schwachstelle. „An mir als Person auf der Bühne kann man noch arbeiten“, sagt er. Deshalb hat er sich speziell für die Nummer, die er für die Deutsche Meisterschaft vorbereitet, mit dem Schauspielerehepaar Jan und Franziska Bareins zusammen getan. „Die beiden geben mir Schauspielunterricht. Wir arbeiten gemeinsam an meiner Körperhaltung, Stimme und Atemtechnik. Damit kann man ein Programm um 30 Prozent verbessern“, sagt Zick, der die beiden Bareins als Bühnendarsteller auch in seine Meisterschafts-Show integriert hat. „Diese Nummer, die maximal zehn Minuten dauern darf, muss ein Theaterstück ohne die klassische Figur des Zauberers sein. Wir haben eine magische Handlung ausgearbeitet und trainiert. Da ich ein großer Filmfan bin, dreht sich die Story um Indiana Jones und Lara Croft, die sich unter mystischen Bedingungen treffen und in ein Abenteuer gezogen werden. Hübsche Amazonen tauchen aus dem nichts auf, es gibt eine goldene Figur, hinter der alle her sind und natürlich einen Bösewicht“, verrät der Zauberer.

Quelle: op-online.de

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