Infos rund um die Hanauer Konversion gesammelt

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Haben sich ausführlich über das Thema Konversion unterhalten (von links): Bürgermeisterin Gabi Coutandin, Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Konversionsbeauftragten Martin Biberle und SPD-Vorsitzende Simone Kirchschlager.

Babenhausen - (ale) Der Babenhäuser SPD-Ortsverein hat sich zu einem Informationsbesuch zu Oberbürgermeister Claus Kaminsky nach Hanau aufgemacht, um sich vor Ort über das „Hanauer Modell“ zu informieren – es wurde bundesweit bekannt, wie die Stadt die Umwandlung ehemaliger Kasernenflächen in zivile Nutzung bewerkstelligt.

Berichte über den Ansatz in Hanau haben uns veranlasst, uns einmal vor Ort kundig zu machen“, schreibt SPD-Vorsitzende Simone Kirchschlager, die mit Bürgermeisterin Gabi Coutandin den Besuch vorbereitet hatte, in einer Pressemitteilung.

Hanau hat bereits 1991 Erfahrungen bei einer Umwandlung des ‚Lamboy-Geländes’ gesammelt. „Hieraus haben wir gelernt und bei der jetzt anstehenden Umwandlung von weiteren 340 Hektar Fläche einen umfassenden Fahrplan gemacht“, erläuterte Gastgeber Kaminsky, der gemeinsam mit dem Konversionsbeauftragten Martin Biberle die Babenhäuser Delegation informierte.

Kasernenkonversion geht nicht ohne Pragmatismus. Die Integration einer so großen Fläche ist für eine Stadt Risiko und Chance zugleich, geht es doch um das Gesicht und die Entwicklung für die nächsten 100 Jahre“, so Kaminsky. Würden hier die Weichen vorschnell gestellt, könnten eventuelle Fehler später nur schwer korrigiert werden. „Die ersten Informationsbesuche haben wir bereits gemacht, als die Amerikaner noch auf dem Gelände waren. Von Anfang an haben wir die Bürger einbezogen und die Kommunikation mit den Stadtverordneten gestartet. Es musste klar sein, dass die schnellsten Lösungen nicht die besten sein müssen.“

Mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), die – wie in Babenhausen – nach dem Abzug der Amerikaner Eigentümer der Flächen ist, wurde gleich zu Beginn ein Vertrag über gemeinsame Ziele und das Vorgehen geschlossen. „Wir wollten von Anfang an politische Kampfspiele vermeiden, das ging aber bei unserer Koalition unter Führung der SPD weitgehend problemlos“, sagte Kaminsky. Darüber hinaus habe man einen Lenkungsausschuss installiert, in dem strittige Themen pragmatisch entschieden werden. Ihm gehören auch der OB und ein Vorstandsmitglied der BImA an.

Beeindruckt waren die Babenhäuser davon, dass eine Million Euro für die Entwicklung der Flächen im Stadt-Haushalt eingestellt wurden. „Auch in Hanau ist die finanzielle Lage nicht einfach“, erläuterte Biberle. „Wir haben aber gelernt, dass ein so großes Projekt ohne professionelles Management nicht zu stemmen ist.“

Quelle: op-online.de

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